Die Verfolgung: Kapitel 10

Die Verfolgung: Kapitel Zehn
“Das war seltsam.”

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Deutsch als Fremdsprache

Kapitel 10

Kimberly nimmt den Anruf entgegen. Es ist Herr Müllers Handy, aber sie hört nur Atmen und Stille. Kein Wort. Sie fühlt sich unwohl und legt auf.

Kimberly: „Das war seltsam. Es war nur Atmen und Stille.“

Lisa: „Was sollen wir jetzt tun??“

Kimberly: „Lass uns zu Max’ Wohnung gehen. Vielleicht ist er dort.“

Sie gehen zu Max’ Wohnung. Als sie ankommen, sehen sie ein „Zu vermieten“-Schild im Fenster. Sie klopfen an die Tür und rufen nach Max, aber niemand antwortet. Die Wohnung sieht verlassen aus, und ein Gefühl der Beklemmung überkommt sie.

Der Hausmeister kommt vorbei und sieht die beiden Frauen vor der Tür stehen.

Hausmeister: „Kann ich Ihnen helfen?“

Kimberly: „Wir suchen Max. Er wohnt hier.“

Der Hausmeister runzelt die Stirn und schüttelt den Kopf.

Hausmeister: „Diese Wohnung ist seit über drei Monaten leer. Es wohnt kein Max hier.“

Kimberly und Lisa sind schockiert. Sie können es nicht glauben.

Lisa: „Das kann nicht sein. Max war doch gestern noch hier.“

Hausmeister: „Tut mir leid, aber ich bin mir sicher. Die Wohnung steht leer.“

Kimberly und Lisa sehen sich an, ihre Gesichter voller Verwirrung und Angst. Sie wissen nicht, was sie denken sollen.

Kimberly: „Wir müssen zurück in unsere Wohnung. Ich habe Angst.“

Lisa: „Ja, lass uns gehen. Das hier macht mir auch Angst.“

Sie gehen schnell zurück in ihre Wohnung und schließen alle Türen und Fenster ab. Die Wohnung, die ihnen sonst so vertraut und sicher vorkommt, fühlt sich plötzlich bedrohlich an. Sie setzen sich auf das Sofa und versuchen, ihre Gedanken zu ordnen.

Lisa: „Was passiert hier? Es ist, als ob Max nie existiert hätte.“

Kimberly: „Ich weiß es nicht. Aber wir müssen vorsichtig sein. Irgendetwas stimmt hier nicht.“

Sie sitzen eine Weile schweigend da, jede in ihre eigenen Gedanken vertieft. Die Stille in der Wohnung ist erdrückend, und die Minuten ziehen sich endlos hin. Kimberly steht auf und geht zum Fenster, schaut hinaus in die dunkle Straße.

Kimberly: „Ich fühle mich beobachtet. Was, wenn der Verfolger uns gefunden hat?“

Lisa: „Wir dürfen uns nicht verrückt machen. Vielleicht gibt es eine einfache Erklärung.“

Kimberly: „Welche Erklärung könnte es dafür geben? Max ist verschwunden, und niemand weiß etwas. Herr Müller ist auch weg.“

Lisa seufzt und reibt sich die Schläfen. „Ich weiß es nicht. Aber wir müssen einen klaren Kopf bewahren.“

Plötzlich hören sie ein leises Geräusch vor der Tür. Es klingt wie Schritte, die sich nähern. Sie sehen sich ängstlich an, unsicher, was sie tun sollen.

Kimberly: „Hast du das gehört?“

Lisa: „Ja, es kommt von draußen.“

Sie stehen auf und gehen langsam zur Tür. Das Geräusch wird lauter, und ihre Herzen schlagen schneller. Kimberly legt ihr Ohr an die Tür und versucht, etwas zu erkennen.

Kimberly: „Da ist jemand. Was sollen wir tun?“

Lisa: „Wir sollten die Polizei rufen.“

Kimberly greift nach ihrem Handy, aber bevor sie wählen kann, verstummt das Geräusch. Sie halten den Atem an und lauschen, aber es bleibt still.

Kimberly: „Vielleicht ist er weg.“

Lisa: „Oder er wartet, bis wir die Tür öffnen.“

Die Angst ist greifbar, und sie wissen nicht, was sie tun sollen. Sie setzen sich wieder auf das Sofa, ihre Augen auf die Tür gerichtet, bereit, bei jedem Geräusch zu reagieren. Die Minuten vergehen quälend langsam, und die Ungewissheit macht sie fast wahnsinnig.

Kimberly: „Wir müssen wachsam bleiben. Ich habe das Gefühl, dass das noch nicht vorbei ist.“

Lisa: „Ja, wir dürfen nicht nachlassen. Wir müssen herausfinden, was hier vor sich geht.“

Die Nacht zieht sich hin, und sie bleiben wach, ihre Gedanken kreisen um Max und die seltsamen Ereignisse der letzten Tage. Die Dunkelheit draußen scheint immer bedrohlicher, und sie wissen, dass sie sich auf eine lange und unruhige Nacht einstellen müssen.

German Comprehension Questions

  1. Was hört Kimberly, als sie den Anruf von Herrn Müllers Handy entgegennimmt?
  2. Was sehen Kimberly und Lisa, als sie zu Max’ Wohnung gehen?
  3. Was sagt der Hausmeister über die Wohnung von Max?
  4. Wie reagieren Kimberly und Lisa auf die Aussage des Hausmeisters?
  5. Warum fühlen sich Kimberly und Lisa in ihrer eigenen Wohnung plötzlich unsicher?
  6. Was hört Kimberly vor der Tür, als sie in ihrer Wohnung sind?
  7. Was schlägt Lisa vor, als sie das Geräusch vor der Tür hören?
  8. Was passiert, bevor Kimberly die Polizei rufen kann?
  9. Welche Gefühle dominieren die Geschichte?
  10. Was beschließen Kimberly und Lisa am Ende der Geschichte zu tun?

German Vocabulary List

Nouns

  1. der Anruf (call): Ein Telefongespräch. – (Plural – die Anrufe)
  2. das Handy (mobile phone): Ein tragbares Telefon, das drahtlos funktioniert. – (Plural – die Handys)
  3. die Stille (silence): Der Zustand, in dem keine Geräusche zu hören sind. – (Plural – die Stillen)
  4. die Wohnung (apartment): Ein Ort, an dem jemand lebt. – (Plural – die Wohnungen)
  5. das Schild (sign): Ein Stück Material mit Informationen oder Anweisungen darauf. – (Plural – die Schilder)
  6. die Tür (door): Ein bewegliches Objekt, das einen Eingang verschließt. – (Plural – die Türen)
  7. der Hausmeister (caretaker): Eine Person, die für die Instandhaltung eines Gebäudes verantwortlich ist. – (Plural – die Hausmeister)
  8. die Angst (fear): Ein starkes Gefühl der Sorge oder Furcht. – (Plural – die Ängste)
  9. das Fenster (window): Eine Öffnung in einer Wand, die Licht und Luft hereinlässt. – (Plural – die Fenster)
  10. die Straße (street): Ein öffentlicher Weg in einer Stadt oder einem Dorf. – (Plural – die Straßen)

Verbs

  1. entgegennehmen (to receive): Etwas annehmen oder akzeptieren. (to accept or take something)
  2. hören (to hear): Mit den Ohren wahrnehmen. (to perceive with the ears)
  3. fühlen (to feel): Mit den Sinnen oder dem Körper wahrnehmen. (to perceive with the senses or body)
  4. legen (to lay): Etwas in eine horizontale Position bringen. (to put something in a horizontal position)
  5. gehen (to go): Sich von einem Ort zu einem anderen bewegen. (to move from one place to another)
  6. klopfen (to knock): Mit der Hand oder einem Gegenstand gegen etwas schlagen, um Aufmerksamkeit zu erregen. (to hit something with the hand or an object to get attention)
  7. rufen (to call): Mit lauter Stimme sprechen, um jemanden zu erreichen. (to speak loudly to reach someone)
  8. helfen (to help): Jemandem Unterstützung oder Beistand geben. (to give someone support or assistance)
  9. runzeln (to wrinkle): Falten auf der Haut oder einem Material bilden. (to form folds on the skin or a material)
  10. schütteln (to shake): Etwas schnell hin und her bewegen. (to move something quickly back and forth)

Adverbs

  1. nur (only): Ausschließlich, und nichts anderes. (exclusively, and nothing else)
  2. vielleicht (maybe): Möglicherweise, aber nicht sicher. (possibly, but not certain)
  3. schnell (quickly): In kurzer Zeit, mit hoher Geschwindigkeit. (in a short time, at high speed)
  4. plötzlich (suddenly): Unerwartet und schnell. (unexpectedly and quickly)
  5. langsam (slowly): Mit geringer Geschwindigkeit, nicht schnell. (at a low speed, not fast)
  6. draußen (outside): Im Freien, nicht drinnen. (in the open air, not inside)
  7. leise (quietly): Mit wenig Lärm oder Geräusch. (with little noise or sound)
  8. wieder (again): Noch einmal, ein weiteres Mal. (once more, another time)
  9. bereit (ready): Vorbereitet und in der Lage, etwas zu tun. (prepared and able to do something)
  10. wachsam (alert): Aufmerksam und bereit, auf etwas zu reagieren. (attentive and ready to react to something)

Adjectives

  1. unwohl (uncomfortable): Ein Gefühl des Unbehagens oder der Unzufriedenheit. (a feeling of discomfort or dissatisfaction)
  2. seltsam (strange): Ungewöhnlich oder merkwürdig. (unusual or odd)
  3. verlassen (abandoned): Ohne Bewohner oder Nutzer. (without inhabitants or users)
  4. leer (empty): Ohne Inhalt oder Bewohner. (without content or inhabitants)
  5. schockiert (shocked): Tief betroffen oder überrascht von etwas Unerwartetem. (deeply affected or surprised by something unexpected)
  6. vertraut (familiar): Gut bekannt und vertraut. (well-known and familiar)
  7. bedrohlich (threatening): Eine Gefahr oder Bedrohung darstellend. (posing a danger or threat)
  8. erdrückend (oppressive): Sehr schwer oder belastend. (very heavy or burdensome)
  9. dunkel (dark): Ohne Licht oder Helligkeit. (without light or brightness)
  10. greifbar (tangible): Physisch fühlbar oder wahrnehmbar. (physically felt or perceived)

Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

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