Nachtschicht

(Night Shift)

Deutsch als Fremdsprache

Lukas schraubte mit Konzentration an dem kaputten Radio. Kabel hingen lose heraus, und er versuchte sie wieder zu verbinden. Sarah stand neben ihm in der kleinen Werkstatt ihres Vaters und beobachtete ihn.

“Danke, dass du mir hilfst”, sagte Sarah. “Eigentlich wollte ich morgen einen neuen kaufen.”

Lukas lächelte. “Danke, ich mache nicht viel Arbeit.”

“Doch”, widersprach Sarah. “Du wirkst aber sehr beschäftigt.”

Lukas lachte leise. “Ja, aber es macht mir Spaß, Dinge zu reparieren. So etwas mache ich jeden Tag in meinem Job.”

Sarah schaute sich in der Werkstatt um. Überall lagen Werkzeugkisten und alte Radios. “Das ist ja schön”, sagte sie. “Du bist gut darin.”

Lukas nickte. “Ich finde es toll, wenn ich etwas wieder zum Laufen bringen kann. Es ist wie ein kleines Geheimnis.”

Sarah lächelte. “Das kann ich verstehen. Kannst du es heute noch reparieren?”

Lukas betrachtete das Radio noch einmal genau. “Vielleicht”, sagte er. “Ich muss erst einmal sehen, was genau kaputt ist.”

Die beiden arbeiteten konzentriert bis spät in die Nacht. Sarah reichte Lukas Werkzeug und Kabel, während er am Radio werkelte. Langsam kam Spannung in die Werkstatt.

“Glaubst du, du schaffst es?”, fragte Sarah schließlich.

Lukas wischte sich den Schweiß von der Stirn. “Ich bin fast fertig. Nur noch eine kleine Sache…”

Er fummelte an einem winzigen Kabel. Plötzlich sprang eine Funke über. Sarah zuckte zurück.

“Alles okay?”, fragte Lukas besorgt.

Sarah nickte, aber sie konnte den Blick nicht von dem Radio lassen. Es rauchte leicht.

“Oh nein”, flüsterte sie. “Was ist jetzt passiert?”

Lukas starrte entsetzt auf das Radio. Hat er etwas falsch gemacht? Er griff nach dem Stecker, um es sofort vom Strom zu trennen. Aber da…

…hörte man plötzlich laute Musik aus dem Radio.

“Ist es kaputt?”, fragte Sarah mit großen Augen.

Übungen

  • Beantworte folgende Fragen:
    • Wo arbeiten Lukas und Sarah?
    • Was macht Lukas gerne?
    • Was ist am Ende der Geschichte passiert?
  • Finde im Text passende Wörter für folgende deutsche Wörter:
    • Werkstatt (workshop)
    • kaputt (broken)
    • konzentriert (concentrated)
    • Geheimnis (secret)
    • Spannung (tension)
    • Funke (spark)

Vokabeln

  • die Werkstatt (f.) – workshop
  • das Radio (n.) – radio
  • kaputt (adj.) – broken
  • das Kabel (n.) – cable
  • das Werkzeug (n.) – tool
  • die Arbeit (f.) – work
  • beschäftigt (adj.) – busy
  • Spaß machen (v.) – to be fun
  • reparieren (v.) – to repair
  • toll finden (v.) – to think something is great
  • das Geheimnis (n.) – secret
  • verstehen (v.) – to understand
  • genau (adv.) – exactly
  • die Nacht (f.) – night
  • konzentriert (adj.) – concentrated
  • die Spannung (f.) – tension
  • schaffen (v.) – to manage (something)
  • der Schweiß (m.) – sweat
  • die Stirn (f.) – forehead
  • der Funke (m.) – spark
  • zucken (v.) – to flinch
  • rauchen (v.) – to smoke
  • kaputt machen (v.) – to break something

Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Entschuldigung, Herr Schmidt, ich mache Ihnen Platz.

Erika: Entschuldigung, Herr Schmidt, ich mache Ihnen Platz.
Herr Schmidt: Oh, danke schön, Erika. Das ist sehr nett von Ihnen.
Erika: Kein Problem.
Herr Schmidt: Sie sind sehr zuvorkommend.

Deutsch als Fremdsprache

Das Geheimnis des alten Hauses

Erika stand vor dem alten Haus. Sie war eine Detektivin und heute war ein wichtiger Tag. Sie machte sich bereit, das Haus zu betreten. “Heute finde ich das Geheimnis”, dachte sie.

Sie öffnete die Tür und ging hinein. Das Haus war alt und staubig. Erika machte Licht. Sie sah sich um und ging langsam die Treppe hoch. Sie machte jeden Schritt mit Vorsicht.

Oben angekommen, machte sie die Tür zum Dachboden auf. Es war dunkel und gruselig. Sie machte die Taschenlampe an und sah sich um. Da! Ein Brief! Er war alt und gelb. Erika machte den Brief auf und las ihn. Es war ein Liebesbrief, aber auch ein Brief voller Trauer.

Plötzlich hörte sie Schritte. Schnell machte sie die Taschenlampe aus und versteckte sich. Ein Mann kam in den Raum. Es war Herr Schmidt, der Nachbar. “Was macht er hier?” dachte Erika.

Herr Schmidt machte das Licht an und sah sich um. Erika trat hervor und sagte: “Entschuldigung, Herr Schmidt, ich mache Ihnen Platz.”

Herr Schmidt erschrak. “Oh, danke schön, Erika. Das ist sehr nett von Ihnen”, sagte er.

“Kein Problem”, antwortete Erika. Sie wollte wissen, was er hier machte.

Herr Schmidt sah den offenen Brief in Erikas Hand. “Sie sind sehr zuvorkommend”, sagte er. Aber seine Stimme zitterte.

Erika machte sich Notizen. Sie wusste, dass der Brief wichtig war. Sie machte sich bereit, mehr Fragen zu stellen. Aber dann hörte sie wieder Schritte. Jemand anderes kam.

Wer war es? War es der Mörder? Oder jemand, der helfen wollte?

Übungen:

  1. Was machte Erika, als sie das Haus betrat?
  2. Was fand Erika auf dem Dachboden?
  3. Was machte Herr Schmidt, als er Erika sah?

Vokabelliste:

  • Nomen:
  • der Brief
  • die Detektivin
  • der Dachboden
  • der Schritt
  • Verben:
  • machen
  • gehen
  • öffnen
  • lesen
  • Adjektive:
  • alt
  • wichtig
  • gelb
  • dunkel

War der Brief der Schlüssel zum Geheimnis?


Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Danke, ich mache nicht viel Arbeit im Haushalt.

Andreas: Danke, ich mache nicht viel Arbeit im Haushalt.

Deutsch als Fremdsprache

Das Geheimnis des alten Schlosses

In einem kleinen Dorf in Deutschland steht ein altes Schloss. Niemand weiß, was in diesem Schloss passiert ist. Aber heute Abend wird sich das ändern.

Andreas und Maria gehen zum Schloss. Sie machen eine Tür auf. Es ist dunkel und kalt. Andreas sagt: “Danke, ich mache nicht viel Arbeit im Haushalt.” Maria lacht. “Ich mache das Licht an”, sagt sie. Sie machen eine Kerze an. Jetzt können sie sehen.

Sie gehen in einen großen Raum. Es gibt viele Bücher und Bilder. “Ich mache einen Plan”, sagt Andreas. “Wir suchen Hinweise.” Sie machen sich an die Arbeit. Maria macht ein Buch auf. Sie findet einen Brief. “Ich mache einen Fund!”, ruft sie.

Der Brief ist alt. Er spricht von einem Schatz. “Wir machen uns auf die Suche”, sagt Andreas. Sie machen eine Karte. Die Karte zeigt einen geheimen Raum. “Wir machen das zusammen”, sagt Maria.

Sie gehen durch dunkle Gänge. Sie machen viele Türen auf. Endlich finden sie den geheimen Raum. “Machen wir die Tür auf?”, fragt Maria. Andreas nickt. Sie machen die Tür langsam auf.

Im Raum ist es dunkel. Sie machen eine Lampe an. Da sehen sie etwas Glänzendes. “Wir machen einen großen Fund!”, ruft Andreas. Sie gehen näher. Es ist eine Kiste. Sie machen die Kiste auf. Darin ist Gold und Schmuck.

Plötzlich hören sie ein Geräusch. Sie machen sich still. “Ist da jemand?”, flüstert Maria. “Wir müssen schnell machen”, sagt Andreas. Sie nehmen die Kiste und laufen.

Sie sind fast draußen. Aber dann macht jemand die Tür zu. “Wer macht das?”, ruft Andreas. Sie sind gefangen. “Machen wir einen Plan”, sagt Maria. Aber es ist zu spät.

Jemand kommt in den Raum. Es ist der alte Mann vom Dorf. “Was macht ihr hier?”, fragt er. “Wir machen nur…”, beginnt Andreas. Aber der alte Mann unterbricht ihn. “Ihr macht Ärger”, sagt er.

Andreas und Maria schauen sich an. “Machen wir das richtig?”, fragt Maria. Der alte Mann lächelt. “Macht ihr das Gold zurück?”, fragt er.

Übungen:

  1. Was machen Andreas und Maria im Schloss?
  2. Was machen sie, als sie den geheimen Raum finden?
  3. Was machen sie mit der Kiste?

Vokabelliste:
Nomen:

  • der Brief
  • die Kiste
  • das Gold

Verben:

Adjektive:

  • alt
  • dunkel
  • geheim

Wird der alte Mann ihnen helfen?

Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Nicht jetzt, ich mache gerade Frühstück.

Deutsch als Fremdsprache

Lina: Nicht jetzt, ich mache gerade Frühstück.
Paul: Kannst du später mit mir reden, Lina?
Lina: Ja, natürlich. Aber erst muss ich noch essen.
Paul: Wann hast du denn Zeit?
Lina: So gegen 10 Uhr wäre gut.
Paul: Passt für mich. Bis dann!
Lina: Tschüss!

Verwirrung am Morgen

(Confusion in the Morning)

Lina stand in der Küche und machte Frühstück. Sie schmierte Brot mit Marmelade und goss sich einen Kaffee ein. Plötzlich klingelte ihr Handy. Sie schaute auf das Display und sah, dass Paul anrief.

“Nicht jetzt, ich mache gerade Frühstück”, sagte Lina und nahm den Anruf an.

“Lina, alles gut? Kannst du später mit mir reden?”, fragte Paul besorgt.

Lina war überrascht. Pauls Stimme klang angespannt. “Ja, natürlich. Aber erst muss ich noch essen“, erklärte Lina.

“Wann hast du denn Zeit?”, fragte Paul weiter.

Lina dachte kurz nach. “So gegen 10 Uhr wäre gut”, antwortete sie.

“Passt für mich. Bis dann!”, sagte Paul und beendete das Gespräch.

“Tschüss!”, rief Lina noch hinterher, obwohl Paul schon aufgelegt hatte.

Lina trank langsam ihren Kaffee und versuchte sich zu konzentrieren. Paul klang so ernst, was war nur los? Sie konnte nicht aufhören, darüber nachzudenken.

Gegen 9:45 Uhr war Lina fertig. Sie räumte die Küche auf und schaute noch einmal auf ihr Handy. Keine Nachricht von Paul. Eigentlich hatte sie gedacht, er würde sich vorher melden.

Unruhe stieg in Lina auf. Sie ging im Wohnzimmer auf und ab und wartete gespannt. Pünktlich um 10 Uhr klingelte ihr Handy erneut. Diesmal war es eine unbekannte Nummer.

Lina zögerte kurz, dann nahm sie den Anruf an. “Hallo?”, sagte sie vorsichtig.

Am anderen Ende der Leitung herrschte Stille. Lina hörte nur leise Geräusche, als ob jemand atmete.

“Hallo? Ist da jemand?”, fragte Lina erneut, ihre Stimme zitterte leicht.

Wieder keine Antwort. Nur das Atmen war zu hören. Langsam stieg Angst in Lina auf.

“Wer ist da?”, fragte Lina eindringlich.

Dann, ganz plötzlich, hörte sie ein Geräusch, das sie sofort erkannte – Pauls Stimme. Aber er klang anders, gedämpft und verzweifelt.

“Lina…”, flüsterte die Stimme. “Hilf mir…”

Die Leitung ging tot. Lina starrte ungläubig auf ihr Handy. Paul in Gefahr? Was war nur passiert?

Mit einem mulmigen Gefühl im Magen wählte Lina sofort Pauls Nummer.

Es klingelte… einmal, zweimal… aber niemand ging ran.

Lina wusste nicht, was sie tun sollte. Sollte sie die Polizei rufen?

Hilfst du Lina? (Ja oder Nein?)

Übungen

Beantworte folgende Fragen:

  • Wo ist Lina am Anfang der Geschichte?
  • Wer ruft Lina an?
  • Wie klingt Pauls Stimme?
  • Was passiert am Ende der Geschichte?

Vokabelabruf

  • anrufen (jemanden) – to call (someone)
  • auflegen – to hang up
  • besorgt – worried
  • Brot – bread
  • denken – to think
  • erklären – to explain
  • fertig – finished
  • Fenster – window
  • führen – to lead
  • Geräusche – noises
  • Gespräch – conversation
  • gleich – right away
  • Handy – phone
  • helfen – to help
  • Kaffee – coffee
  • klingeln – to ring
  • konzentrieren – to concentrate
  • Leitung – line
  • Marmelade – jam
  • Nummer – number
  • plötzlich – suddenly
  • rufen – to call
  • Stimme – voice
  • suchen – to search
  • Tisch – table
  • trinken – to drink
  • ungläubig – in disbelief
  • Unruhe – unease
  • warten – to wait
  • wichtig – important
  • Zimmer – room

Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Missverständnis

Missverständnis (Misunderstanding)

Mißverständnis kann der Wahrheit näher sein als Einverständnis. – Manfred Hinrich

Die Party war vorbei. Bunte Luftballons klebten traurig an der Decke der kleinen Wohnung. Leere Flaschen und Chipskrumen bedeckten den Tisch. Sabine räumte auf, während Thomas in der Ecke saß, den Kopf in den Händen vergraben.

“Alles okay, Thomas?” fragte Sabine besorgt. Thomas schaute nicht auf.

“Ja, schon gut”, murmelte er.

Sabine wusste, dass er log. Die ganze Nacht hatte er sich merkwürdig verhalten. Er war unruhig gewesen, hatte immer wieder auf sein Handy geschaut und war dann plötzlich verschwunden. Als er wieder da war, hatte er rote Flecken im Gesicht und wirkte verängstigt.

“Du hast uns alle in Sorge versetzt”, sagte Sabine ernst. “Willst du mir nicht erzählen, was passiert ist?”

Thomas zögerte. “Es ist… es ist blöd.” Er erzählte Sabine von dem Mann, der ihm Geld angeboten hatte, damit er etwas “verschwinden lässt”. Er erzählte ihr, wie er Angst bekommen hatte und einfach weggelaufen war.

Sabine hörte ihm ruhig zu. Als er fertig war, sagte sie: “Ich bin froh, dass du nichts Illegales gemacht hast. Du hast richtig gehandelt.”

“Glaub nicht, dass ich sowas in der Zukunft mache“, murmelte Thomas.

“Ich hoffe es, Thomas”, sagte Sabine und strich ihm beruhigend über den Arm. “Hauptsache, du bist jetzt in Sicherheit.”

Sie räumten gemeinsam weiter auf. Langsam kehrte Ruhe in die Wohnung ein.

“Dann blicken wir jetzt nach vorne”, sagte Sabine und lächelte. Thomas nickte zustimmend.

Doch da klingelte plötzlich sein Handy. Er schaute auf die Nummer und erstarrte. Es war die Nummer des Mannes.

“Sollte ich rangehen?”, fragte Thomas mit zittriger Stimme.

Sabine beobachtete ihn besorgt.

“Willst du?”, fragte sie zurück.

Übungen

  • Beantworte folgende Fragen:
    • Wo war Sabine?
    • Wie verhielt sich Thomas auf der Party?
    • Was hatte der Mann Thomas angeboten?
    • Hat Thomas das Angebot angenommen?
  • Finde im Text Wörter mit folgender Bedeutung:
    • traurig (sad)
    • besorgt (worried)
    • merkwürdig (strange)
    • blöd (stupid)
    • illegal (illegal)

Vokabular

  • die Party (f.) – the party
  • der Luftballon (m.) – the balloon
  • die Decke (f.) – the ceiling
  • die Flasche (f.) – the bottle
  • der Tisch (m.) – the table
  • aufräumen (v.) – to clean up
  • der Kopf (m.) – the head
  • vergraben (v.) – to bury
  • okay (Adj.) – okay
  • murmeln (v.) – to mumble
  • die Sorge (f.) – the worry
  • erzählen (v.) – to tell
  • verschwinden (v.) – to disappear
  • der Fleck (m.) – the spot
  • verängstigt (Adj.) – scared
  • in Sorge versetzen (v. phr.) – to worry
  • blöd (Adj.) – stupid (informal)
  • illegal (Adj.) – illegal
  • rangehen (v. sep.) – to answer the phone
  • die Stimme (f.) – the voice
  • zittern (v.) – to tremble

Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.