Juli 2024

Deutsch als Fremdsprache

Liebe Tagebuch,

Ich kann nicht mehr länger schweigen! Dieses Geheimnis frisst mich von innen auf. Aber ich kann es niemandem erzählen, niemals.

Deshalb schreibe ich es jetzt auf. Einfach so. Schwarz auf weiß. Es ist gefährlich, aber was soll ich machen?

Eigentlich wollte ich es vergraben. Tief unter der Erde, in unserem Garten. Aber was, wenn beim Buddeln jemand etwas sieht? Also habe ich es gelassen.

Dann dachte ich, im Wald wäre es sicher. Zwischen den Wurzeln einer alten Eiche. Aber was, wenn ein Fuchs es ausbuddelt? Oder ein neugieriges Kind?

Vielleicht sollte ich es hinter einem losen Backstein in der Wand verstecken? Oder in einer alten Dose im Keller? Aber nein, überall könnte jemand es finden.

Jetzt liegt es also hier. Unter meinem Bett. In einer alten Schuhschachtel. Ein bisschen lächerlich, nicht wahr? So ein großes Geheimnis, versteckt in so einem kleinen Ort.

Ich wünschte, ich könnte es dir erzählen, Tagebuch. Aber ich kann nicht. Hoffentlich bleibt es hier sicher.

Bis morgen,

(secret)


Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Last Updated on July 5, 2024
by DaF Books

Ein echter Held!

Deutsch als Fremdsprache

Luis war zu Hause der Älteste. Mama und Papa waren heute Abend auswärts und er musste auf seine drei kleineren Geschwister aufpassen: Lina (5), Tim (3) und die kleine Anna (1). Luis fand das eigentlich cool, er fühlte sich schon ganz erwachsen.

Plötzlich rumpelte es draußen! Lina schrie und Tim begann zu weinen. Luis spähte vorsichtig aus dem Fenster. Was er sah, ließ ihm den Atem stocken: Eine riesige, haarige Spinne mit leuchtenden Augen kletterte an der Hauswand hoch!

Luis wusste sofort, er musste etwas tun. Er war zwar nur klein, aber er war tapfer! Er schnappte sich sein rotes Plastik-Schwert, sein Lieblingsspielzeug, und sagte seinen Geschwistern streng: “Keine Angst, ich beschütze euch!”

Die Spinne kroch immer näher zum Fenster. Lina zitterte, aber Luis blieb tapfer. Er stellte sich vor seine Geschwister und schwenkte sein Schwert. “Geh weg, böses Spinnenmonster!”, rief er so laut er konnte.

Die Spinne glupschte Luis mit ihren riesigen Augen an. Hatte sie noch nie so ein tapferes Kind gesehen? Langsam, ganz langsam, kletterte sie wieder die Hauswand herunter und verschwand in der Dunkelheit.

Luis atmete tief durch. Er hatte es geschafft! Seine Geschwister sahen ihn mit großen Augen an. Lina sagte leise: “Du bist tapfer, Luis!” Tim strahlte und klatschte in die Hände. Sogar die kleine Anna gluckste zufrieden.

Luis fühlte sich unglaublich stolz. Er war zwar klein, aber er war tapfer! Und so lange er tapfer war, konnte er seine Familie immer beschützen, genau wie ein echter Held!


Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Last Updated on July 5, 2024
by DaF Books

Alles, was ich mache, ist für meine Söhne.

Marlene: Alles, was ich mache, ist für meine Söhne.
Andreas: Du bist ein toller Mutter.
Marlene: Danke, ich will, dass sie sich wohlfühlen.
Andreas: Das kann ich verstehen.
Marlene: Ich bringe ihnen gerne bei, was sie für ihr Leben brauchen.
Andreas: Das ist bestimmt anstrengend, aber auch sehr wichtig.

Die Lehren der Marlene

Deutsch als Fremdsprache

In einem kleinen Dorf in Bayern, im Herzen des Mittelalters, lebte eine Frau namens Marlene. Sie war eine Witwe und hatte zwei Söhne, für die sie alles machte.

Eines Tages kam Andreas, ein alter Freund, zu Besuch. “Guten Tag, Marlene,” grüßte er. “Wie geht es dir und den Jungen?”

Marlene lächelte müde. “Alles, was ich mache, ist für meine Söhne. Ich will, dass sie sich wohlfühlen.”

Andreas nickte anerkennend. “Du bist ein toller Mutter. Ich sehe, wie du dich um sie kümmerst.”

“Danke,” sagte Marlene. “Ich bringe ihnen gerne bei, was sie für ihr Leben brauchen.”

“Das kann ich verstehen,” erwiderte Andreas. “Das ist bestimmt anstrengend, aber auch sehr wichtig.”

Marlene machte sich jeden Tag daran, ihren Söhnen das Lesen, Schreiben und die Arbeit auf dem Feld beizubringen. Sie machte auch Spielzeuge für sie und machte ihre Kleidung selbst.

Eines Tages hörten sie Gerüchte über einen nahenden Krieg. Marlene machte sich große Sorgen um ihre Söhne. “Was mache ich, wenn die Soldaten kommen?” fragte sie sich.

Andreas, der von den Gerüchten gehört hatte, kam zu Marlene. “Ich mache mir Sorgen um euch. Ihr solltet euch vorbereiten.”

Marlene nickte. “Ich mache alles, um meine Söhne zu schützen.”

Die Tage vergingen, und die Spannung im Dorf stieg. Marlene machte Pläne, um ihre Söhne in Sicherheit zu bringen.

Eines Nachts hörten sie das Dröhnen von Hufen. Die Soldaten waren da. Marlene packte schnell ihre Sachen. “Wir müssen machen, dass wir wegkommen,” sagte sie zu ihren Söhnen.

Sie verließen ihr Haus und machten sich auf den Weg in den Wald. Hinter ihnen brannten die Fackeln der Soldaten.

Während sie durch den dunklen Wald liefen, hörten sie das Schreien der Dorfbewohner. Marlene machte sich Vorwürfe. “Hätte ich mehr machen können?” dachte sie.

Plötzlich hörten sie ein Geräusch hinter sich. War es ein Soldat oder nur ein Tier des Waldes?

Werden Marlene und ihre Söhne den Soldaten entkommen? Ja oder nein?

Übungen:

Bilde Sätze mit “machen“:

  • Marlene _ Spielzeuge für ihre Söhne.
  • Andreas _ sich Sorgen um das Dorf.

Übersetze ins Deutsche:

  • They hear the rumors of war.
  • They run into the forest.

Vokabelliste:

Nomen:

  • die Mutter
  • der Sohn
  • der Krieg

Verben:

Adjektive:

  • anstrengend
  • wichtig
  • dunkel

Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Last Updated on July 5, 2024
by DaF Books