Rebecca war müde. Der Tag in der Schule war lang und anstrengend gewesen. Sie freute sich auf ihr Bett. Zuhause angekommen, war die Wohnung ungewöhnlich still. Normalerweise begrüßte sie ihr Kater Erich mit lautem Schnurren. Heute fehlte er.
Abwesend war auch ihr Vater. Sie rief seinen Namen, aber bekam keine Antwort. Misstrauisch ging sie in die Küche. Leckeres Essen stand auf dem Tisch, aber ihr Vater saß nicht da. Besorgt lief sie in sein Zimmer.
Die Tür war offen. Das Zimmer war leer. Nur auf dem Nachttisch lag ein Zettel. Verwirrt nahm Rebecca ihn in die Hand. Die Schrift war undeutlich und zittrig.
“Rebecca, hilf mir. Bin im Keller. Bring Antibiotikum. Beeil dich!”
Rebecca spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Ihr Vater war nie krank. Was war passiert? Die Angst stieg in ihr hoch. Zögernd ging sie zum Keller.
Die Kellertür knarzte, als Rebecca sie öffnete. Dicke Dunkelheit schlug ihr entgegen. Sie konnte nichts sehen. Nervös tastete sie nach dem Lichtschalter. Frustriert stellte sie fest, dass die Glühbirne kaputt war.
Sie musste etwas finden, um Licht zu machen. Rebecca erinnerte sich an ihr Handy. Hoffnungsvoll zog sie es aus der Tasche. Doch als sie den Bildschirm einschalten wollte, war der Akku leer. Panisch blickte sie in die Dunkelheit.
Plötzlich hörte sie ein Geräusch. Ein leises Stöhnen. Es kam von irgendwo im hinteren Teil des Kellers. Rebecca wusste, dass ihr Vater dort sein Werkzeugkasten aufbewahrte. Vielleicht war er heruntergefallen und verletzt?
Sie musste ihm helfen. Tapfer trat sie in die Dunkelheit. Vorsichtig tastete sie sich mit den Händen an der Wand entlang. Langsam kam sie dem Stöhnen näher.
Jetzt konnte sie auch eine schwache Gestalt sehen. Es war ihr Vater! Er lag auf dem Boden und hielt sich den Arm.
“Papa!” schrie Rebecca.
Ihr Vater hob mühsam den Kopf. Sein Gesicht war blass und voller Schweiß. “Rebecca, du bist gekommen. Gut…”
Er verstummte plötzlich. Seine Augen weiteten sich vor Entsetzen.
“Rebecca, lauf!” keuchte er. “Hinter dir…”
Rebecca drehte sich langsam um. Sie sah nichts. Nur die Dunkelheit. Aber sie spürte etwas. Eine böse Präsenz. Es fühlte sich an, als ob jemand direkt hinter ihr stand.
Sie wollte schreien, aber kein Laut kam heraus. Tränen stiegen ihr in die Augen.
“Bist du da?” flüsterte sie.
Nichts. Nur die Stille.
From the Story:
Verbs:
- war (was)
- ist (is)
- hat (has)
- ging (went)
- hörte (heard)
- sah (saw)
- kam (came)
- konnte (could)
- wollte (wanted)
- lag (lay)
Nouns:
- Keller (basement)
- Vater (father)
- Dunkelheit (darkness)
- Licht (light)
- Schule (school)
- Bett (bed)
- Wohnung (apartment)
- Kater (tomcat)
- Essen (food)
Adjectives:
- müde (tired)
- lang (long)
- anstrengend (exhausting)
- ungewöhnlich (unusually)
- leise (soft)
- misstrauisch (suspicious)
- lecker (delicious)
- besorgt (worried)
- leer (empty)
- verwirrt (confused)
Leseverständnis
Reading Comprehension
War Rebecca müde, als sie nach Hause kam?
Warum war die Wohnung ungewöhnlich still?
Wer fehlte, als Rebecca nach Hause kam?
Was fand Rebecca in der Küche vor?
Wo fand Rebecca den Zettel ihres Vaters?
Was stand auf dem Zettel geschrieben?
Wie reagierte Rebecca, als sie den Keller betrat?
Was war das Problem mit dem Licht im Keller?
Was hörte Rebecca im Keller, und was bedeutete das?
Was enthüllte Rebeccas Vater, als sie ihn fand, und was geschah danach?
Nothing. Only silence.
Rebecca was tired. The day at school had been long and exhausting. She was looking forward to her bed. When she arrived home, the apartment was unusually quiet. Normally, her tomcat Erich would greet her with loud purring. Today, he was missing.
Her father was also absent. She called his name but received no answer. Suspicious, she went into the kitchen. Delicious food was on the table, but her father was not sitting there. Worried, she ran to his room.
The door was open. The room was empty. Only a note lay on the nightstand. Confused, Rebecca picked it up. The handwriting was unclear and shaky.
“Rebecca, help me. I’m in the basement. Bring antibiotics. Hurry!”
Rebecca felt her heart beating faster. Her father was never sick. What had happened? Fear rose within her. Hesitantly, she went to the basement.
The basement door creaked as Rebecca opened it. Thick darkness confronted her. She could see nothing. Nervously, she felt for the light switch. Frustrated, she realized that the light bulb was broken.
She had to find something to make light. Rebecca remembered her cell phone. Hopefully, she pulled it out of her pocket. But when she tried to turn on the screen, the battery was dead. She looked into the darkness in panic.
Suddenly, she heard a noise. A soft moaning. It came from somewhere in the back part of the basement. Rebecca knew that her father kept his toolbox there. Maybe he had fallen and was injured?
She had to help him. Bravely, she stepped into the darkness. Carefully, she felt her way along the wall with her hands. Slowly, she approached the moaning.
Now she could also see a faint figure. It was her father! He was lying on the floor, holding his arm.
“Papa!” Rebecca screamed.
Her father laboriously lifted his head. His face was pale and covered in sweat. “Rebecca, you’ve come. Good…”
He suddenly fell silent. His eyes widened in horror.
“Rebecca, run!” he gasped. “Behind you…”
Rebecca turned around slowly. She saw nothing. Only the darkness. But she felt something. An evil presence. It felt as if someone was standing right behind her.
She wanted to scream, but no sound came out. Tears welled up in her eyes.
“Are you there?” she whispered.
Nothing. Only silence.
Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.
Last Updated on July 5, 2024
by DaF Books