Nicht jetzt, ich mache gerade Frühstück.

Deutsch als Fremdsprache

Lina: Nicht jetzt, ich mache gerade Frühstück.
Paul: Kannst du später mit mir reden, Lina?
Lina: Ja, natürlich. Aber erst muss ich noch essen.
Paul: Wann hast du denn Zeit?
Lina: So gegen 10 Uhr wäre gut.
Paul: Passt für mich. Bis dann!
Lina: Tschüss!

Verwirrung am Morgen

(Confusion in the Morning)

Lina stand in der Küche und machte Frühstück. Sie schmierte Brot mit Marmelade und goss sich einen Kaffee ein. Plötzlich klingelte ihr Handy. Sie schaute auf das Display und sah, dass Paul anrief.

“Nicht jetzt, ich mache gerade Frühstück”, sagte Lina und nahm den Anruf an.

“Lina, alles gut? Kannst du später mit mir reden?”, fragte Paul besorgt.

Lina war überrascht. Pauls Stimme klang angespannt. “Ja, natürlich. Aber erst muss ich noch essen“, erklärte Lina.

“Wann hast du denn Zeit?”, fragte Paul weiter.

Lina dachte kurz nach. “So gegen 10 Uhr wäre gut”, antwortete sie.

“Passt für mich. Bis dann!”, sagte Paul und beendete das Gespräch.

“Tschüss!”, rief Lina noch hinterher, obwohl Paul schon aufgelegt hatte.

Lina trank langsam ihren Kaffee und versuchte sich zu konzentrieren. Paul klang so ernst, was war nur los? Sie konnte nicht aufhören, darüber nachzudenken.

Gegen 9:45 Uhr war Lina fertig. Sie räumte die Küche auf und schaute noch einmal auf ihr Handy. Keine Nachricht von Paul. Eigentlich hatte sie gedacht, er würde sich vorher melden.

Unruhe stieg in Lina auf. Sie ging im Wohnzimmer auf und ab und wartete gespannt. Pünktlich um 10 Uhr klingelte ihr Handy erneut. Diesmal war es eine unbekannte Nummer.

Lina zögerte kurz, dann nahm sie den Anruf an. “Hallo?”, sagte sie vorsichtig.

Am anderen Ende der Leitung herrschte Stille. Lina hörte nur leise Geräusche, als ob jemand atmete.

“Hallo? Ist da jemand?”, fragte Lina erneut, ihre Stimme zitterte leicht.

Wieder keine Antwort. Nur das Atmen war zu hören. Langsam stieg Angst in Lina auf.

“Wer ist da?”, fragte Lina eindringlich.

Dann, ganz plötzlich, hörte sie ein Geräusch, das sie sofort erkannte – Pauls Stimme. Aber er klang anders, gedämpft und verzweifelt.

“Lina…”, flüsterte die Stimme. “Hilf mir…”

Die Leitung ging tot. Lina starrte ungläubig auf ihr Handy. Paul in Gefahr? Was war nur passiert?

Mit einem mulmigen Gefühl im Magen wählte Lina sofort Pauls Nummer.

Es klingelte… einmal, zweimal… aber niemand ging ran.

Lina wusste nicht, was sie tun sollte. Sollte sie die Polizei rufen?

Hilfst du Lina? (Ja oder Nein?)

Übungen

Beantworte folgende Fragen:

  • Wo ist Lina am Anfang der Geschichte?
  • Wer ruft Lina an?
  • Wie klingt Pauls Stimme?
  • Was passiert am Ende der Geschichte?

Vokabelabruf

  • anrufen (jemanden) – to call (someone)
  • auflegen – to hang up
  • besorgt – worried
  • Brot – bread
  • denken – to think
  • erklären – to explain
  • fertig – finished
  • Fenster – window
  • führen – to lead
  • Geräusche – noises
  • Gespräch – conversation
  • gleich – right away
  • Handy – phone
  • helfen – to help
  • Kaffee – coffee
  • klingeln – to ring
  • konzentrieren – to concentrate
  • Leitung – line
  • Marmelade – jam
  • Nummer – number
  • plötzlich – suddenly
  • rufen – to call
  • Stimme – voice
  • suchen – to search
  • Tisch – table
  • trinken – to drink
  • ungläubig – in disbelief
  • Unruhe – unease
  • warten – to wait
  • wichtig – important
  • Zimmer – room

Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Missverständnis

Missverständnis (Misunderstanding)

Mißverständnis kann der Wahrheit näher sein als Einverständnis. – Manfred Hinrich

Die Party war vorbei. Bunte Luftballons klebten traurig an der Decke der kleinen Wohnung. Leere Flaschen und Chipskrumen bedeckten den Tisch. Sabine räumte auf, während Thomas in der Ecke saß, den Kopf in den Händen vergraben.

“Alles okay, Thomas?” fragte Sabine besorgt. Thomas schaute nicht auf.

“Ja, schon gut”, murmelte er.

Sabine wusste, dass er log. Die ganze Nacht hatte er sich merkwürdig verhalten. Er war unruhig gewesen, hatte immer wieder auf sein Handy geschaut und war dann plötzlich verschwunden. Als er wieder da war, hatte er rote Flecken im Gesicht und wirkte verängstigt.

“Du hast uns alle in Sorge versetzt”, sagte Sabine ernst. “Willst du mir nicht erzählen, was passiert ist?”

Thomas zögerte. “Es ist… es ist blöd.” Er erzählte Sabine von dem Mann, der ihm Geld angeboten hatte, damit er etwas “verschwinden lässt”. Er erzählte ihr, wie er Angst bekommen hatte und einfach weggelaufen war.

Sabine hörte ihm ruhig zu. Als er fertig war, sagte sie: “Ich bin froh, dass du nichts Illegales gemacht hast. Du hast richtig gehandelt.”

“Glaub nicht, dass ich sowas in der Zukunft mache“, murmelte Thomas.

“Ich hoffe es, Thomas”, sagte Sabine und strich ihm beruhigend über den Arm. “Hauptsache, du bist jetzt in Sicherheit.”

Sie räumten gemeinsam weiter auf. Langsam kehrte Ruhe in die Wohnung ein.

“Dann blicken wir jetzt nach vorne”, sagte Sabine und lächelte. Thomas nickte zustimmend.

Doch da klingelte plötzlich sein Handy. Er schaute auf die Nummer und erstarrte. Es war die Nummer des Mannes.

“Sollte ich rangehen?”, fragte Thomas mit zittriger Stimme.

Sabine beobachtete ihn besorgt.

“Willst du?”, fragte sie zurück.

Übungen

  • Beantworte folgende Fragen:
    • Wo war Sabine?
    • Wie verhielt sich Thomas auf der Party?
    • Was hatte der Mann Thomas angeboten?
    • Hat Thomas das Angebot angenommen?
  • Finde im Text Wörter mit folgender Bedeutung:
    • traurig (sad)
    • besorgt (worried)
    • merkwürdig (strange)
    • blöd (stupid)
    • illegal (illegal)

Vokabular

  • die Party (f.) – the party
  • der Luftballon (m.) – the balloon
  • die Decke (f.) – the ceiling
  • die Flasche (f.) – the bottle
  • der Tisch (m.) – the table
  • aufräumen (v.) – to clean up
  • der Kopf (m.) – the head
  • vergraben (v.) – to bury
  • okay (Adj.) – okay
  • murmeln (v.) – to mumble
  • die Sorge (f.) – the worry
  • erzählen (v.) – to tell
  • verschwinden (v.) – to disappear
  • der Fleck (m.) – the spot
  • verängstigt (Adj.) – scared
  • in Sorge versetzen (v. phr.) – to worry
  • blöd (Adj.) – stupid (informal)
  • illegal (Adj.) – illegal
  • rangehen (v. sep.) – to answer the phone
  • die Stimme (f.) – the voice
  • zittern (v.) – to tremble

Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Ich mache dich stolz.

Das Versprechen

Eine Deutsch als Fremdsprache Kurzgeschichte

Lukas starrte auf die Bühne, auf der Mia gerade ihre Abschlussrede hielt. Stolz schwoll in seiner Brust, während er seiner Freundin zuhörte. Sie strahlte, als sie über ihre Leistungen und Zukunftspläne sprach.

Als sie fertig war, brandete tosender Applaus auf. Lukas sprang von seinem Platz auf und klatschte begeistert mit. Mia lächelte ihn strahlend an und winkte ihm zu.

Nach der Feierlichkeit warteten sie vor dem Gebäude auf Mias Eltern. “Du warst großartig, Mia”, sagte Lukas voller Bewunderung.

Mia strahlte. “Danke, Lukas. Ohne deine Unterstützung hätte ich das nie geschafft.”

Lukas nahm ihre Hand. “Ich bin so stolz auf dich. Du hast so hart gearbeitet und es verdient.”

Mia lehnte ihren Kopf an seine Schulter. “Weißt du, was ich mir am meisten wünsche?”

Lukas schaute sie fragend an. “Nein, sag mal.”

“Ich wünsche mir, dass wir auch beruflich gemeinsam etwas erreichen. So wie du mit deiner Firma.”

Lukas wusste, dass sie auf seine kleine IT-Firma anspielte, die er vor einigen Jahren gegründet hatte. In den letzten Monaten war das Geschäft gut gelaufen, aber er war noch weit davon entfernt, den Erfolg zu feiern.

Trotzdem wollte er Mia nicht enttäuschen. Er nahm ihre Hand fester in seine und sagte mit fester Stimme: “Ich schwöre bei all ihren Geschenken, ich mache dich stolz. Eines Tages wird unsere Firma die beste in der ganzen Stadt sein.”

Mia lächelte glücklich. “Ich weiß, dass du das kannst, Lukas. Ich glaube an dich.”

Lukas spürte den Druck auf seinen Schultern steigen. Er hatte Mia ein Versprechen gegeben, das er vielleicht nicht halten konnte. Die Konkurrenz war groß und der Weg zum Erfolg steinig.

Die nächsten Monate arbeitete Lukas härter denn je. Er baute sein Team aus, suchte neue Kunden und investierte in die Entwicklung neuer Produkte. Mia unterstützte ihn wo sie konnte und feuerte seinen Ehrgeiz an.

Doch der erhoffte Erfolg blieb aus. Die Firma wuchs zwar, aber die großen Konkurrenten waren immer noch weit vorne. Lukas Zweifel wuchsen und die Angst vor dem Versagen nagte an ihm.

Eines Abends, als Mia wieder einmal voller Tatendrang von neuen Ideen sprach, brach es aus ihm heraus. “Mia”, sagte er mit zitternder Stimme, “ich weiß nicht, ob ich mein Versprechen halten kann.”

Mia schaute ihn überrascht an. “Was meinst du?”

Lukas seufzte. “Ich habe dir versprochen, dass unsere Firma die beste in der Stadt wird. Aber es ist so schwer. Die Konkurrenz ist einfach zu stark.”

Mia legte ihre Hand auf seine. “Lukas, schau mich an.”

Er sah ihr in die Augen. “Es ist nicht schlimm, wenn wir nicht die Größten werden. Wichtig ist, dass wir unser Bestes geben und gemeinsam kämpfen. Das ist alles, was ich mir wünsche.”

Lukas lächelte schwach. “Du hast Recht, Mia. Ich werde mein Bestes geben, auch wenn der Weg noch weit ist.”

Wird Lukas es schaffen, sein Versprechen an Mia zu halten und seine Firma zum Erfolg führen?

Grammatik:

Übungen

Bitte verwenden Sie die folgenden Verben im Präsens Perfekt:

  1. Lukas starrte auf die Bühne.
  2. Mia hielt ihre Abschlussrede.
  3. Der Applaus brandete auf.
  4. Lukas sprang von seinem Platz auf.
  5. Mia strahlte ihn an.

Vokabel Liste:

Top 5 Nomen:

  1. die Bühne (die Bühnen)
  2. die Unterstützung (die Unterstützungen)
  3. die Firma (die Firmen)
  4. der Erfolg (die Erfolge)
  5. der Weg (die Wege)

Top 5 Verben:

  1. machen
  2. sein
  3. arbeiten
  4. glauben
  5. halten

Top 5 Adjektive:

  1. stolz
  2. groß
  3. schwer
  4. wichtig
  5. gut


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Ich mache es.

Eine Deutsch als Fremdsprache Kurzgeschichte

Frank stand vor Ralfs Tür und zögerte. Er wusste, dass sein Freund gerade eine schwere Zeit durchmachte. Ralfs Frau war vor kurzem unerwartet verstorben und er kümmerte sich nun alleine um ihre beiden kleinen Kinder.

Frank machte sich große Sorgen um Ralf. Er sah, wie erschöpft er aussah und wie schwer es ihm fiel, alles alleine zu bewältigen.

Schließlich fasste er sich ein Herz und klingelte.

Die Tür öffnete sich und Ralf stand vor ihm. Seine Augen waren gerötet und er wirkte niedergeschlagen.

„Hallo, Frank“, sagte er leise. „Komm rein.“

Frank trat ein und umarmte seinen Freund. „Mein Beileid noch mal“, sagte er.

Ralf nickte nur und führte Frank in die Küche.

„Setz dich“, sagte er und schenkte Kaffee ein.

Sie unterhielten sich für eine Weile. Ralf erzählte Frank, wie schwer es ihm ohne seine Frau fiel. Er fühlte sich überfordert mit den Kindern und dem Haushalt.

Frank hörte ihm aufmerksam zu und versuchte, ihm Mut zu machen.

„Du schaffst das, Ralf“, sagte er. „Aber du musst dir nicht alles alleine aufbürden. Lass dir helfen.“

Ralf schüttelte den Kopf. „Nein“, sagte er. „Ich muss das alleine durchstehen. Ich will stark sein für die Kinder.“

Frank machte sich Sorgen um ihn. Er wusste, dass Ralf den Druck nicht lange aushalten würde.

„Du verkraftest das nicht“, sagte er besorgt. „Ich mache es. Ich kümmere mich um die Kinder, du brauchst dich nur auszuruhen.“

Ralf lehnte ab. „Nein, Frank“, sagte er bestimmt. „Ich will das zu Ende bringen. Ich muss lernen, ohne sie zurechtzukommen.“

Frank verstand seinen Freund. Er wusste, dass er seine Trauer verarbeiten musste. Aber er machte sich trotzdem große Sorgen.

Würde Ralf es schaffen, alles alleine zu bewältigen?



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Ich mache mich lächerlich.

Der Tanzwettbewerb

Fritz starrte nervös auf seine Hände. Der große Tanzwettbewerb stand kurz bevor und die Angst nagte an ihm. “Ich fürchte, ich mache mich lächerlich”, murmelte er zu Sophie, die neben ihm stand.

Sophie lachte und gab ihm einen kleinen Stoß. “Unsinn, Fritz, du bist ein großartiger Tänzer!”

Fritz schüttelte den Kopf. “Meinst du wirklich? Was, wenn ich die Schritte vergesse oder stolper?”

Sophie lächelte ermutigend. “Natürlich meine ich das! Du hast wochenlang geübt und die Choreographie sitzt perfekt. Und selbst wenn du mal einen kleinen Fehler machst, ist das nicht schlimm. Hauptsache, du hast Spaß und tanzt mit Leidenschaft.”

Fritz atmete tief ein. “Vielleicht hast du recht. Aber die anderen sind alle so gut…”

“Du bist auch gut, Fritz”, unterbrach ihn Sophie. “Konzentriere dich nicht auf die anderen, sondern auf dich selbst und genieße den Moment. Du wirst sehen, es wird toll!”

Fritz nickte langsam. Er wusste, Sophie hatte recht. Er hatte hart trainiert und die Tanzschritte saßen. Trotzdem blieb die Angst in seinem Bauch.

Plötzlich ertönte laute Musik aus den Lautsprechern. Der Wettbewerb hatte begonnen. Die ersten Paare betraten die Bühne und zeigten ihr Können. Fritz beobachtete sie mit gemischten Gefühlen. Er war beeindruckt von ihrem Können, aber auch noch nervöser als zuvor.

Als die Ansage für seine Kategorie kam, spürte er, wie sein Herz raste. Er nahm Sophies Hand und sie gingen gemeinsam auf die Bühne. Das Scheinwerferlicht blendete ihn, aber er sah Sophie an und lächelte. Sie lächelte zurück und drückte seine Hand leicht.

Die Musik setzte ein und Fritz begann zu tanzen. Er konzentrierte sich auf die Schritte, die Musik und die Verbindung zu Sophie. Mit jedem Takt wurde er lockerer und die Angst verschwand. Er genoss den Tanz und spürte die Freude in sich aufsteigen.

Als der letzte Ton verklungen war, brandete Applaus auf. Fritz und Sophie verbeugten sich und strahlten sich glücklich an. Hatte er es geschafft? Hatte er die Angst überwunden und den Tanz genossen?

Übungen

Beantworten Sie die Fragen:

  1. Warum hat Fritz Angst?
  2. Was sagt Sophie zu ihm?
  3. Konzentriert sich Fritz auf die anderen Tänzer?
  4. Tanzt Fritz am Ende mit Freude?
  5. Wie geht es Fritz nach dem Tanz?

Finden Sie die Nomen, Verben und Adjektive im Text und schreiben Sie sie in die Pluralform:

  1. der Wettbewerb (die Wettbewerbe)
  2. die Angst (die Ängste)
  3. der Schritt (die Schritte)
  4. die Choreographie (die Choreographien)
  5. der Fehler (die Fehler)
  6. die Leidenschaft (die Leidenschaften)
  7. der Moment (die Momente)
  8. die Musik (die Musikstücke)
  9. das Paar (die Paare)
  10. die Bühne (die Bühnen)
  11. das Gefühl (die Gefühle)
  12. die Hand (die Hände)
  13. der Scheinwerfer (die Scheinwerfer)
  14. der Applaus (der Applaus)
  15. der Ton (die Töne)
  16. die Freude (die Freuden)


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