Gefangen in der Zeit

In einer fernen Zukunft hat die Menschheit einen Weg entdeckt, durch die Zeit zu reisen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern begibt sich auf eine Mission in die Vergangenheit. Doch sie finden sich in einer Zeitschleife gefangen, warten auf den richtigen Moment zur Flucht.

Wissenschaftler 1: “Wir müssen hier raus! Aber wie?”
Wissenschaftler 2: “Wir warten. Vielleicht löst sich die Schleife von selbst auf.”
Wissenschaftler 3: “Aber wir warten schon so lange. Unsere Vorräte gehen zur Neige.”

Die Wissenschaftler wiederholen ihre Experimente, analysieren Daten und warten. Tage werden zu Wochen, Wochen zu Monaten. Die Außenwelt bleibt unverändert, während sie gefangen sind.

Wissenschaftler 1: “Ich habe eine Theorie. Vielleicht müssen wir den Zeitpunkt unserer Ankunft ändern.”
Wissenschaftler 2: “Aber wie?”
Wissenschaftler 3: “Wir warten. Vielleicht zeigt sich eine Gelegenheit.”

Die Wissenschaftler warten weiter. Sie studieren die Aufzeichnungen ihrer ersten Reise. Dann, eines Tages, erscheint ein Riss in der Zeit. Sie können hindurchgehen, aber es gibt keine Garantie, dass sie jemals zurückkehren können.

Wissenschaftler 1: “Sollen wir es riskieren?”
Wissenschaftler 2: “Wir haben keine Wahl. Wir können nicht ewig hier warten.”
Wissenschaftler 3: “Aber was, wenn wir uns verlieren?”

Der Riss pulsiert. Die Wissenschaftler stehen am Abgrund. Die Frage brennt in ihren Köpfen: sollen sie hindurchgehen?

Ja oder Nein?


Die 10 häufigsten Verben:

  1. warten
  2. sein
  3. haben
  4. gehen
  5. finden
  6. bleiben
  7. zeigen
  8. riskieren
  9. lösen
  10. studieren

Last Updated on March 30, 2024
by DaF Books

Getrennt in der Kälte

(Separated in the Cold)

Der Eiswagen kreischte und kämpfte sich durch den Blizzard. Sven lenkte, sein Atem bildete kleine weiße Wolken in der eisigen Luft. Neben ihm saß Nadia, ihre Augen fest auf die Anzeige vor ihr gerichtet. “Die Hauptverbindung ist weg”, sagte sie besorgt. “Wir sind vom Konvoi getrennt.”

Sven fluchte leise. Der Eiswagen, eine umgebaute mobile Forschungsstation, war zwar klein, aber für ihre Gruppe lebenswichtig. Sie waren schon seit Wochen in der Eiswüste unterwegs, auf der Suche nach anderen Überlebenden. Die ewige Kälte war nicht ihr einziges Problem. Mutanten, grauenhafte Kreaturen, die sich an die eisigen Temperaturen angepasst hatten, lauerten überall in den Weiten.

“Keine Panik”, sagte Sven und legte eine Hand auf Nadias Schulter. “Wir haben genug Vorräte für ein paar Tage. Wir schaffen das schon.”

Nadia lächelte schwach. “Mit dir schaffe ich alles”, sagte sie und drückte seine Hand. Sie kannten sich schon seit der Akademie, wo sie beide zu Klimawissenschaftlern ausgebildet worden waren. Die Katastrophe, die die Erde in eine Eiswüste verwandelt hatte, hatten sie gemeinsam erlebt. Und gemeinsam hatten sie sich dem Konvoi der Überlebenden angeschlossen.

Jetzt waren sie voneinander getrennt, mitten im Blizzard. Der kleine Eiswagen fühlte sich plötzlich beengt an. Aber sie hatten einander.

“Liebe ist stärker als der Frost”, sagte Sven und zitierte ein altes Sprichwort, das ihm seine Großmutter beigebracht hatte. (Love is stronger than frost.)

Nadia nickte. Liebe war es, die ihnen die Kraft gab, weiterzumachen. Liebe zueinander, aber auch die Liebe zum Leben, zum Überleben.

Die nächsten Stunden verbrachten sie damit, den Eiswagen zu stabilisieren und die Heizung zu überprüfen. Die KI-Einheit “Flocke”, die den Wagen steuerte, konnte ihnen bei der Suche nach dem Konvoi nicht helfen. Die Sensoren waren durch den Schneesturm gestört.

Am nächsten Morgen war der Sturm abgezogen. Die Welt draußen war weiß und still. Sven und Nadia packten sich warm ein und verließen den Eiswagen. Sie mussten den Konvoi finden.

Sie liefen stundenlang durch den Schnee, immer den Blick auf den Horizont gerichtet. Die Kälte biss ihnen in die Nase und Ohren. Aber sie gaben nicht auf. Sie hielten sich aneinander fest, ihre Körper Wärme spendend.

Gegen Abend sahen sie in der Ferne etwas Dunkles. Hoffnung flammte in ihren Herzen. Könnte es der Konvoi sein?

Sie beschleunigten ihr Tempo, stolperten aber über etwas im Schnee. Es war eine Metallplatte, verbogen und halb verdeckt. Sven hob sie auf.

Auf der Platte war ein Symbol abgebildet, das sie nicht kannten. Es sah aus wie ein Kreis mit Strahlen, die nach außen gingen.

“Was ist das?”, fragte Nadia verwirrt.

Sven starrte auf das Symbol. Er hatte keine Ahnung. Aber ein mulmiges Gefühl beschlich ihn.

Bevor sie weitergehen konnten, bewegte sich etwas im Schnee neben ihnen.

Sie fuhren zurück und starrten entsetzt.

Wörterliste

Eiswagen (m) – ice car
Blizzard (m) – blizzard
Anzeige (f) – display
Konvoi (m) – convoy
Vorräte (pl) – supplies
Klimawissenschaftler (m) – climate scientist
Katastrophe (f) – catastrophe
Sprichwort (n) – proverb
Heizung (f) – heating
KI-Einheit (f) – AI unit
Sensor (m) – sensor
Sturm (m) – storm
still – still
Horizont (m) – horizon
Nase (f) – nose
Ohren (pl) – ears
Abend (m) – evening
Ferne (f) – distance
Hoffnung (f) – hope
Herz (n) – heart
Tempo (n) – speed
Metallplatte (f) – metal plate
verbogen – bent
verdeckt – covered
verwirrt – confused
mulmiges Gefühl (n) – uneasy feeling

Last Updated on March 29, 2024
by DaF Books