Die Stimmen hinter der Wand

Ich heiße Lukas. Ich bin zehn Jahre alt und ich lebe in einem großen, alten Haus. Es ist sicher, sagen meine Eltern. Wir müssen hier bleiben, weil draußen die Welt nicht mehr so ist, wie sie einmal war. Aber ich höre Dinge. Jede Nacht, wenn ich im Bett liege, höre ich es: ein Stöhnen, ein leises Grollen. Es kommt von den Wänden, tief und dunkel.

“Es ist nur der Wind,” sagt Mama immer. “Du musst keine Angst haben. Wir bleiben hier sicher.”

Aber ich weiß, es ist nicht der Wind. Die Geräusche sind zu traurig, zu schmerzhaft. Ich will meinen Eltern glauben, dass wir bleiben können, ohne Angst zu haben. Aber es wird schwerer, ihnen zu glauben.

Eines Nachts, als das Stöhnen lauter wird, wecke ich meinen Vater. “Hörst du das nicht?” frage ich ihn. Er lauscht, aber dann schüttelt er den Kopf.

“Es ist nichts, Lukas. Versuch zu schlafen. Wir bleiben hier, und alles wird gut.”

Aber nach dieser Nacht passieren seltsame Dinge. Das Essen verschwindet aus der Küche. Unsere Bilder fallen von den Wänden. Und eines Morgens finde ich einen fremden Fußabdruck im Garten – groß und matschig, als ob jemand oder etwas Schweres dort gestanden hätte.

Ich sage meinen Eltern, was ich gesehen habe. “Es sind nur Tiere,” sagt Papa. “Wir bleiben trotzdem sicher.”

Aber ich sehe die Angst in ihren Augen. Sie wissen, dass etwas nicht stimmt.

Dann, eines Abends, als wir alle zusammen sitzen, hören wir es alle: Das Stöhnen ist jetzt ein lautes Wimmern. Es klingt, als ob es direkt neben uns wäre. Mama umarmt mich. Papa steht auf und geht zur Tür.

“Wir müssen bleiben,” flüstert er. “Wir dürfen nicht rausgehen.”

Aber die Tür beginnt zu zittern, als ob etwas dagegen schlägt. Wir halten den Atem an. Papa hält einen Baseballschläger bereit. Die Tür zittert wieder.

Und dann hören wir es, klar und deutlich, eine Stimme, die nicht menschlich klingen kann: “Bleiben… bleiben…”

Papa sieht mich an. “Sollen wir öffnen?”

Last Updated on March 13, 2024
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Der erste Satz

You’re writing your autobiography. What’s your opening sentence?

Szene 1:
Ein helles Büro. Eine Gruppe von Menschen sitzt um einen großen Tisch. In der Mitte steht ein Motivationstrainer.

Motivationstrainer: “Stellt euch vor, ihr schreibt eure Autobiografie. Was ist der erste Satz? Ihr seid jetzt dran.”

Person 1: “Ich lebe in Deutschland und lerne jeden Tag Deutsch.”

Motivationstrainer: “Und warum ist das dein erster Satz?”

Person 1: “Weil ich stolz darauf bin, wie viel ich schon gelernt habe.”

Person 2: “Ich wache auf und spreche mein erstes Wort auf Deutsch.”

Motivationstrainer: “Interessant! Warum wählst du diesen Satz?”

Person 2: “Es zeigt, dass ich immer bereit bin, Neues zu lernen.”

Person 3: “Ich sitze im Café und bestelle auf Deutsch.”

Motivationstrainer: “Gut gemacht! Was bedeutet das für dich?”

Person 3: “Es ist ein Zeichen meiner Unabhängigkeit.”

Szene 2:
Die Personen diskutieren weiter über ihre Sätze. Jeder teilt seine Erfahrungen und Fortschritte.

Person 4: “Ich gehe in den Park und verstehe die Kinder.”

Motivationstrainer: “Warum ist das wichtig für dich?”

Person 4: “Kinder sind ehrlich. Wenn ich sie verstehe, weiß ich, dass ich Fortschritte mache.”

Person 5: “Ich träume auf Deutsch, und es fühlt sich richtig an.”

Motivationstrainer: “Das ist ein großer Schritt. Was denkst du darüber?”

Person 5: “Es zeigt, dass Deutsch ein Teil von mir wird.”


Die Gruppe lächelt und nickt. Sie fühlen sich motiviert und inspiriert. Der Motivationstrainer blickt in die Runde.

Motivationstrainer: “Seht ihr, jeder von euch hat einen starken Anfang. Eure Geschichten sind voller Hoffnung und Entschlossenheit. Ihr habt den ersten Schritt gemacht, um eure Sprachkenntnisse zu verbessern. Jetzt…”

Die Tür öffnet sich. Eine neue Person tritt ein. Alle blicken auf.

Motivationstrainer: “Willkommen! Bist du bereit, deinen ersten Satz zu teilen?”



Die neue Person steht an der Tür, überrascht von der Frage. Sie öffnet den Mund, um zu antworten…

Motivationstrainer: “Nun, bist du bereit?”

Last Updated on March 14, 2024
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