Betten und Decken

Wir halten das Auto an und öffnen die Türen. “Schnell, steigt ein!” rufe ich. Die Menschen rennen zu uns. Sie sind müde und verängstigt, aber sie sind am Leben.

Es sind fünf Personen: ein Mann, eine Frau und drei Kinder. Sie passen gerade so ins Auto. Jetzt sind wir sieben. Sieben gegen die Zombies.

“Danke,” sagt der Mann. “Wir dachten, wir bleiben allein.”

Wir fahren weiter. Die Straßen sind leer und still. Es ist gruselig. Niemand spricht. Wir hören nur das Brummen des Autos.

Nach einer Weile sagt Anna: “Wir müssen einen sicheren Ort finden. Wir können nicht immer im Auto bleiben.”

“Ja,” sage ich. “Wir müssen einen Platz finden, wo wir bleiben können.”

Wir fahren den ganzen Tag. Wir suchen nach einem sicheren Haus oder einem anderen Ort, wo wir bleiben können. Aber es ist schwer. Viele Häuser sind zerstört oder voller Zombies.

Dann, als es schon dunkel wird, sehen wir ein Licht. Es ist ein kleines Haus am Ende einer Straße. Es sieht sicher aus.

“Vielleicht können wir dort bleiben,” sagt die Frau.

Wir fahren zum Haus. Es ist klein, aber stark. Wir gehen hinein und schließen die Tür. Es fühlt sich gut an, nicht im Auto zu sein.

Wir erkunden das Haus. Es gibt Essen und Wasser. Es gibt Betten und Decken. Wir können hier bleiben.

“Wir sind sicher,” sagt der Mann. “Wir können hier bleiben, bis alles besser wird.”

Wir essen zusammen und reden. Die Kinder spielen. Es ist fast wie eine normale Familie.

Aber draußen hören wir die Zombies. Sie sind immer noch da. Wir dürfen das nicht vergessen.

Wir machen Pläne. Wir wollen das Haus noch sicherer machen. Wir wollen zusammen bleiben und überleben.

Die Nacht kommt, und wir gehen schlafen. Aber ich kann nicht schlafen. Ich denke an Papa. Ich vermisse ihn.

Am nächsten Morgen wache ich früh auf. Ich gehe nach draußen und schaue mich um. Es ist still. Keine Zombies.

Ich gehe zurück ins Haus. Die anderen wachen auch auf. Wir frühstücken zusammen.

Dann hören wir ein Geräusch. Es ist ein Auto. Es kommt schnell auf das Haus zu.

Wir schauen aus dem Fenster. Das Auto hält an. Menschen steigen aus. Sie haben Waffen. Sie sehen stark aus.

Sie kommen auf das Haus zu. Wir wissen nicht, ob sie Freunde oder Feinde sind.

“Sollen wir bleiben und sehen, wer sie sind?”

Er ist einer von ihnen geworden.

Papa sieht das kleine Mädchen an der Tür. Seine Augen sind voller Entschlossenheit. “Wir müssen ihr helfen,” sagt er. “Ich bleibe nicht hier und tue nichts.”

Ich halte seine Hand. “Aber Papa, es ist zu gefährlich!”

Er schaut mich an. “Manchmal muss man Risiken eingehen, um anderen zu helfen. Wir bleiben nicht sicher, wenn wir nicht zusammenhalten.”

Papa geht zur Tür. Die Zombies sind überall, aber er achtet nicht auf sie. Er greift nach dem Mädchen und zieht sie ins Haus. Sie ist sicher, aber Papa… Papa ist draußen.

Die Tür fällt zu. Ich höre, wie Papa kämpft. Ich schreie und will die Tür öffnen, aber Anna hält mich zurück.

“Wir können jetzt nichts tun,” sagt sie. “Wir müssen hier bleiben und warten.”

Das Mädchen weint. “Mein Papa…,” sagt sie.

Ich umarme sie. “Wir bleiben jetzt bei dir,” sage ich.

Wir hören die Zombies draußen. Es ist ein schreckliches Geräusch. Aber dann wird es still. Zu still.

Anna und ich schauen uns an. “Was ist passiert?” fragt sie.

Wir wissen es nicht. Wir bleiben in der Stille und warten. Das Mädchen schläft in meinen Armen ein.

Stunden vergehen. Dann hören wir etwas an der Tür. Es klopft leise.

“Vielleicht ist Papa zurück,” sage ich.

Aber Anna schüttelt den Kopf. “Wir müssen vorsichtig sein.”

Wir gehen zur Tür. Anna hält eine Waffe bereit. Ich öffne die Tür einen Spalt.

Es ist Papa. Aber er ist anders. Seine Augen sind leer. Er ist einer von ihnen geworden.

Ich weine. “Papa…”

Er kommt näher. Anna zieht mich zurück und schließt die Tür.

“Wir können hier nicht bleiben,” sagt sie. “Wir müssen weg.”

Aber wohin? Draußen sind die Zombies. Und Papa ist jetzt einer von ihnen.

Wir packen schnell unsere Sachen. Das Mädchen hält meine Hand. “Wir bleiben zusammen,” sage ich.

Wir öffnen die Tür und rennen. Die Zombies folgen uns, aber wir sind schneller.

Dann sehen wir es: ein Auto. Es ist offen und der Schlüssel steckt.

“Wir können entkommen,” sagt Anna.

Wir steigen ein und fahren los. Die Zombies sind weit hinter uns.

Aber dann, als wir um eine Ecke biegen, sehen wir etwas. Eine Gruppe von Menschen. Sie sind keine Zombies. Sie sind wie wir.

“Sollen wir bleiben und ihnen helfen?”

Wir müssen wissen, was draußen ist.

Papa steht vor der Tür, sein Gesicht ist ernst. “Wir müssen wissen, was draußen ist,” sagt er leise. Ich halte seine Hand fest.

“Bitte, Papa, nicht öffnen!” sage ich. “Es ist zu gefährlich!”

Papa schaut mich an und dann zur Tür. “Wir müssen stark bleiben, Lukas. Wir müssen uns der Angst stellen.”

Aber ich will nicht, dass er die Tür öffnet. Ich habe Angst vor dem, was dahinter sein könnte. Die Geräusche, das Stöhnen, es klingt so gruselig.

“Wir bleiben hier drinnen,” sage ich. “Bitte, Papa, wir sind sicher hier.”

Papa nickt langsam. “Okay, wir bleiben hier. Für jetzt.”

Wir gehen zurück ins Wohnzimmer und setzen uns. Die Geräusche haben aufgehört. Es ist still, aber es ist eine seltsame Stille. Ich kann fühlen, dass etwas nicht stimmt.

Die Nacht kommt, und wir versuchen zu schlafen. Aber ich kann nicht. Ich höre Schritte draußen, langsam und schwer. Ich wecke meine Eltern.

“Da ist wieder etwas,” flüstere ich.

Wir lauschen. Die Schritte kommen näher. Dann hören wir es wieder: “Bleiben… bleiben…”

Es klopft an der Tür. Einmal, zweimal, dreimal. Mein Herz schlägt schnell. Papa steht auf und geht wieder zur Tür.

“Vielleicht ist es jemand, der Hilfe braucht,” sagt er.

“Oder etwas, das uns holen will,” sage ich. “Wir sollten bleiben, wo wir sind.”

Papa hält inne. Er sieht mich und Mama an. “Was sollen wir tun?”

Wir schauen uns an. Keiner von uns weiß, was das Richtige ist. Die Geräusche draußen werden lauter. Es klingt, als ob mehrere Dinge da draußen sind.

Papa greift nach dem Türgriff. “Vielleicht sollten wir…”

“Nein!” schreie ich. “Wir bleiben hier!”

Papa zieht seine Hand zurück. Wir umarmen uns, alle drei. Wir sind zusammen, und das ist das Wichtigste.

Die Nacht geht vorbei, und am Morgen ist es wieder still. Wir entscheiden, im Haus zu bleiben. Wir spielen Spiele und versuchen, nicht an die Geräusche zu denken.

Aber dann, am nächsten Abend, fängt es wieder an. Das Stöhnen, das Klopfen. Es ist lauter als je zuvor.

Papa sieht mich an. “Lukas, wir können nicht für immer bleiben. Wir müssen herausfinden, was da ist.”

Ich nicke, aber meine Hände zittern. Papa geht zur Tür. Er atmet tief ein und öffnet sie einen Spalt.

Ein kalter Wind weht ins Haus. Wir sehen nichts, nur die Dunkelheit draußen. Aber dann…

Ein Schatten bewegt sich. Etwas ist da. Etwas Großes.

Papa schließt die Tür schnell und verriegelt sie. Wir atmen schwer.

“Was war das?” fragt Mama.

Wir wissen es nicht. Wir bleiben still und hören zu. Draußen ist es ruhig, aber wir wissen, dass es nicht vorbei ist.

Papa schaut uns an. “Sollen wir rausgehen und nachsehen?”

Sollen wir das Mädchen retten?

Papa öffnet die Tür ganz langsam. Draußen ist es dunkel, aber im Licht der Straßenlaternen sehen wir sie: eine junge Frau. Sie ist allein und sieht sehr ängstlich aus.

“Bitte, helfen Sie mir,” sagt sie mit zitternder Stimme. “Sie sind überall.”

Papa schaut sie an und dann zu uns. “Wir müssen ihr helfen,” sagt er.

Ich habe Angst, aber ich weiß, dass es richtig ist. Wir lassen die Frau ins Haus. Sie ist kalt und ihre Kleidung ist zerrissen.

“Danke,” sagt sie. “Ich dachte, ich bleibe allein da draußen.”

Wir geben ihr warme Kleidung und etwas zu essen. Sie erzählt uns ihre Geschichte. Ihr Name ist Anna. Sie war mit ihrer Familie unterwegs, als die Zombies kamen. Sie hat ihre Familie verloren und ist seitdem allein.

“Wir bleiben zusammen,” sagt Papa. “Wir sind jetzt deine Familie.”

Anna lächelt, aber ihre Augen sind traurig. “Können wir hier bleiben?” fragt sie.

“Ja,” sage ich. “Wir bleiben zusammen sicher.”

Die Nacht ist ruhig, und am nächsten Tag machen wir Pläne. Wir wollen das Haus noch sicherer machen. Wir arbeiten den ganzen Tag.

Aber als die Nacht kommt, hören wir es wieder: das Stöhnen, das Klopfen. Es ist lauter und näher als je zuvor.

“Sie kommen,” sagt Anna. “Wir müssen bleiben und kämpfen.”

Papa nickt. “Wir bleiben und beschützen unser Zuhause.”

Wir bereiten uns vor. Wir haben Waffen und wir sind stark. Die Zombies kommen näher. Wir hören sie an der Tür, an den Fenstern.

Dann, plötzlich, ein lautes Krachen. Eine der Türen bricht auf. Zombies kommen ins Haus. Wir kämpfen.

Es ist schwer und gefährlich, aber wir bleiben stark. Wir kämpfen für unser Leben, für unser Zuhause.

Die Zombies sind viele, aber wir sind mutig. Anna ist tapfer und kämpft neben uns.

Dann, als wir denken, es ist vorbei, hören wir ein Geräusch. Es ist anders, nicht wie die Zombies.

Wir schauen uns um und sehen es: ein kleines Mädchen. Sie steht in der Tür und schaut uns an.

“Bitte, bleiben Sie,” sagt sie. “Helfen Sie mir.”

Wir sind überrascht. Ein Kind, allein, mitten in der Zombie-Horde.

Papa schaut zu Anna und dann zu mir. “Was machen wir jetzt?”

Wir wissen es nicht. Wir müssen schnell entscheiden.

“Sollen wir das Mädchen retten?”

Die Stimmen hinter der Wand

Ich heiße Lukas. Ich bin zehn Jahre alt und ich lebe in einem großen, alten Haus. Es ist sicher, sagen meine Eltern. Wir müssen hier bleiben, weil draußen die Welt nicht mehr so ist, wie sie einmal war. Aber ich höre Dinge. Jede Nacht, wenn ich im Bett liege, höre ich es: ein Stöhnen, ein leises Grollen. Es kommt von den Wänden, tief und dunkel.

“Es ist nur der Wind,” sagt Mama immer. “Du musst keine Angst haben. Wir bleiben hier sicher.”

Aber ich weiß, es ist nicht der Wind. Die Geräusche sind zu traurig, zu schmerzhaft. Ich will meinen Eltern glauben, dass wir bleiben können, ohne Angst zu haben. Aber es wird schwerer, ihnen zu glauben.

Eines Nachts, als das Stöhnen lauter wird, wecke ich meinen Vater. “Hörst du das nicht?” frage ich ihn. Er lauscht, aber dann schüttelt er den Kopf.

“Es ist nichts, Lukas. Versuch zu schlafen. Wir bleiben hier, und alles wird gut.”

Aber nach dieser Nacht passieren seltsame Dinge. Das Essen verschwindet aus der Küche. Unsere Bilder fallen von den Wänden. Und eines Morgens finde ich einen fremden Fußabdruck im Garten – groß und matschig, als ob jemand oder etwas Schweres dort gestanden hätte.

Ich sage meinen Eltern, was ich gesehen habe. “Es sind nur Tiere,” sagt Papa. “Wir bleiben trotzdem sicher.”

Aber ich sehe die Angst in ihren Augen. Sie wissen, dass etwas nicht stimmt.

Dann, eines Abends, als wir alle zusammen sitzen, hören wir es alle: Das Stöhnen ist jetzt ein lautes Wimmern. Es klingt, als ob es direkt neben uns wäre. Mama umarmt mich. Papa steht auf und geht zur Tür.

“Wir müssen bleiben,” flüstert er. “Wir dürfen nicht rausgehen.”

Aber die Tür beginnt zu zittern, als ob etwas dagegen schlägt. Wir halten den Atem an. Papa hält einen Baseballschläger bereit. Die Tür zittert wieder.

Und dann hören wir es, klar und deutlich, eine Stimme, die nicht menschlich klingen kann: “Bleiben… bleiben…”

Papa sieht mich an. “Sollen wir öffnen?”