Nein, ich mache das schon.

Der Sturkopf

Tobias saß vor seinem Computer und starrte auf den Bildschirm. Die Deadline für die Projektabgabe rückte immer näher und er hatte noch nicht einmal die Hälfte der Arbeit geschafft. Eigentlich wollte er sich schon längst daransetzen, aber die Prokrastination hatte ihn fest im Griff.

“Tobias, brauchst du Hilfe?”, fragte Sara, seine Kollegin, die neben ihm arbeitete.

Tobias schüttelte den Kopf. “Nein, ich mache das schon.“

“Bist du sicher? Die Deadline ist ja bald und es ist wirklich viel zu tun.”

“Keine Sorge, ich schaffe das”, sagte Tobias und versuchte, Zuversicht in seine Stimme zu legen.

Sara wusste, dass Tobias manchmal stur sein konnte. “Okay, aber wenn du doch Hilfe brauchst, sag Bescheid. Ich bin ja schließlich im selben Team.”

Tobias nickte knapp und wandte sich wieder seinem Computer zu. Er öffnete die Projektdokumente und versuchte, sich zu konzentrieren. Doch die Arbeit kam ihm unendlich mühsam vor. Die Zeit verging wie im Flug und die Deadline rückte immer näher.

Am nächsten Tag sah Sara besorgt zu Tobias hinüber. Er wirkte angespannt und seine Augen waren gerötet. “Wie weit bist du?”, fragte sie vorsichtig.

“Noch nicht so weit”, murmelte Tobias und tippte hektisch auf der Tastatur.

“Vielleicht sollten wir uns die Arbeit aufteilen? So geht es schneller.”

Tobias schüttelte erneut den Kopf. “Nein, ich mache das schon. Ich brauche keine Hilfe.”

Sara seufzte. Sie wusste, dass es so nicht weitergehen konnte. Aber Tobias war so stur, dass sie ihn nicht direkt kritisieren wollte. Sie beschloss, ihm indirekt zu helfen.

In den nächsten Stunden beobachtete sie ihn und versuchte, ihm kleine Aufgaben abzunehmen, ohne ihn zu bevormunden. Sie kopierte relevante Daten, recherchierte Informationen und erstellte Tabellen.

Tobias bemerkte ihre Unterstützung zwar, aber er war zu stolz, um sie direkt anzunehmen. Trotzdem ging die Arbeit dank Saras Hilfe schneller voran.

Am Tag der Abgabe war die Präsentation zwar fertig, aber sie wirkte unzusammenhängend und es fehlten noch wichtige Details. Tobias war erschöpft und frustriert.

“Vielleicht hätte ich doch auf dich hören sollen“, sagte er kleinlaut zu Sara.

Sara lächelte. “Hauptsache, wir haben es geschafft. Aber das nächste Mal solltest du wirklich nicht so stur sein. Zusammen geht es doch viel leichter.”

Tobias nickte beschämt. Er hatte seine Lektion gelernt. In Zukunft würde er die Hilfe seiner Kollegen nicht mehr so leicht ablehnen.

Wird Tobias es schaffen, seine Sturheit abzulegen und in Zukunft besser im Team zu arbeiten?

Grammatik:

Übungen

Bitte bilden Sie die folgenden Sätze im Futur II:

  1. Tobias saß vor seinem Computer und starrte auf den Bildschirm.
  2. Sara fragte: “Tobias, brauchst du Hilfe?”
  3. Tobias schüttelte den Kopf.
  4. Sara wusste, dass Tobias manchmal stur sein konnte.
  5. Tobias nickte knapp und wandte sich wieder seinem Computer zu.

Vokabel Liste:

Top 5 Nomen:

  1. die Arbeit (die Arbeiten)
  2. die Hilfe (die Hilfen)
  3. die Deadline (die Deadlines)
  4. das Team (die Teams)
  5. die Aufgabe (die Aufgaben)

Top 5 Verben:

  1. machen
  2. sein
  3. brauchen
  4. kommen
  5. helfen

Top 5 Adjektive:

  1. viel
  2. gut
  3. schnell
  4. wichtig
  5. stur


If you have any further questions or need additional examples, feel free to Leave a Reply in the comments section. 🙂

Wenn Sie weitere Fragen haben oder zusätzliche Beispiele benötigen, können Sie uns gerne eine Antwort hinterlassen!


Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Ich mache mir Sorgen.

Trauer um einen Freund

Eine Deutsch als Fremdsprache Kurzgeschichte

Erik stand am Fenster und schaute auf den Friedhof in der Ferne. Morgen war Marcos Beerdigung. Er konnte es immer noch nicht fassen, dass sein Freund nicht mehr da war.

Marco war bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Es war ein Schock für alle gewesen. Erik machte sich große Sorgen um Marcos Familie. Er wusste, dass sie in dieser schweren Zeit viel Unterstützung brauchten.

Er rief seine Freundin Nina an.

„Nina“, sagte er, „morgen ist Marcos Beerdigung, ich mache mir Sorgen.“

Nina verstand seine Sorge. „Ja, es wird ein schwerer Tag“, sagte sie. „Aber wir werden da sein und die Familie unterstützen, Erik.“

„Ja“, sagte Erik, „das ist das Mindeste, was wir tun können.“

Am nächsten Tag gingen Erik und Nina gemeinsam zur Beerdigung. Der Friedhof war voller Menschen. Viele Freunde und Bekannte waren gekommen, um Abschied von Marco zu nehmen.

Die Zeremonie war sehr emotional. Viele Trauergäste weinten. Erik kämpfte mit den Tränen. Es war einfach zu schmerzhaft, sich vorzustellen, dass er seinen Freund nie wieder sehen würde.

Nach der Beerdigung gingen Erik und Nina zu Marcos Familie. Sie wollten ihnen ihr Beileid aussprechen und sie in ihrer Trauer unterstützen.

Marcos Eltern waren am Boden zerstört. Sie konnten ihren Verlust einfach nicht begreifen.

Erik umarmte Marcos Vater. „Es tut mir leid“, sagte er leise.

Marcos Vater konnte nur nicken. Er war den Tränen nahe.

Nina sprach mit Marcos Mutter. Sie erzählte ihr schöne Erinnerungen an Marco und versicherte ihr, dass sie für sie da sein würde.

Marcos Mutter lächelte schwach. „Danke“, sagte sie. „Es ist schön, dass ihr da seid.“

Später standen Erik und Nina noch einmal am Grab.

„Gemeinsam sind wir stark“, sagte Nina und legte ihren Arm um Erik.

Erik wusste, dass sie recht hatte. Sie würden diese schwere Zeit gemeinsam überstehen.

Würden sie jemals den Verlust ihres Freundes wirklich überwinden können?



If you have any further questions or need additional examples, feel free to Leave a Reply in the comments section. 🙂

Wenn Sie weitere Fragen haben oder zusätzliche Beispiele benötigen, können Sie uns gerne eine Antwort hinterlassen!


Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Du weißt, was ich mache.

Der Bäcker

Eine Deutsch als Fremdsprache Kurzgeschichte

Der Duft von frisch gebackenem Brot lockte Anna jeden Morgen in die kleine Bäckerei neben ihrer Wohnung. Sie liebte das knusprige Brot von Max, dem Bäcker, und konnte einfach nicht widerstehen, jeden Tag ein frisches Laib zu kaufen.

Heute stand sie wieder vor der Theke und betrachtete die verschiedenen Brotsorten. “Guten Morgen, Max”, grüßte sie freundlich.

Max lächelte. “Guten Morgen, Anna. Was darf es heute sein?”

“Das Übliche bitte”, sagte Anna und zeigte auf ein rundes Brot mit dunkler Kruste. “Ihr Brot ist einfach köstlich!”

Max strahlte. “Danke, das freut mich zu hören.”

Anna beugte sich ein wenig vor. “Verraten Sie mir Ihr Geheimnis? Wie machen Sie Ihr Brot so lecker?”

Max zwinkerte. “Du weißt, was ich mache, Anna. Ich verwende gute Zutaten und viel Liebe.”

Anna lachte. “Natürlich, aber da muss doch noch mehr sein! Verraten Sie mir doch bitte Ihr Geheimrezept.”

Max schüttelte den Kopf. “Das ist ein Geheimnis, Anna. Das macht mein Brot ja so besonders.”

Anna seufzte gespielt enttäuscht. “Ach, komm schon, Max. Wir sind doch Freunde, oder?”

Max lachte wieder. “Natürlich sind wir Freunde, aber das Rezept bleibt mein Geheimnis. Vielleicht verrate ich es dir ja eines Tages, wenn du mir dein Geheimnis verrätst.”

“Welches Geheimnis?”, fragte Anna verwirrt.

Max deutete mit dem Kopf auf Annas Einkaufstasche. “Was hast du da versteckt?”

Anna errötete und hielt die Tasche fester. “Nichts Besonderes.”

Max grinste. “Na gut, dann behalte ich mein Geheimnis eben.”

Anna kaufte ihr Brot und verabschiedete sich. Sie war neugierig auf Max’ Geheimnis, aber sie wusste auch, dass er es nicht so leicht preisgeben würde.

Später zu Hause, als sie das Brot anschnitt, kam ihr plötzlich eine Idee. Vielleicht konnte sie Max’ Geheimnis ja lüften, ohne dass er es merkte.

Wird Anna herausfinden, wie Max sein Brot so lecker macht?

Übungen

Beantworten Sie die Fragen:

Warum geht Anna jeden Morgen in die Bäckerei?
Was fragt Anna Max?
Verrät Max sein Geheimnis?
Hat Anna ein eigenes Geheimnis?
Wird Anna Max’ Geheimnis lüften können?

Vokabel Liste:

  • der Duft (der) – the scent
  • die Bäckerei (die) – the bakery
  • das Laib (das) – the loaf
  • die Zutat (die) – the ingredient
  • die Liebe (die) – the love
  • die Idee (die) – the idea
  • die Tasche (die) – the bag
  • das Geheimnis (das) – the secret
  • neben – next to
  • widerstehen – to resist
  • köstlich – delicious
  • verraten – to reveal
  • besonders – special
  • enttäuscht – disappointed
  • versprechen – to promise
  • verwirrt – confused
  • verstecken – to hide
  • erröten – to blush
  • nichts Besonderes – nothing special
  • grinsen – to grin
  • anschneiden – to cut into
  • lüften – to reveal


If you have any further questions or need additional examples, feel free to Leave a Reply in the comments section. 🙂

Wenn Sie weitere Fragen haben oder zusätzliche Beispiele benötigen, können Sie uns gerne eine Antwort hinterlassen!


Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Nichts, was ich mache, ist von Bedeutung.

Die Sinnkrise

Eine Deutsch als Fremdsprache Kurzgeschichte

Simon starrte aus dem Fenster und trank seinen Kaffee. Er fühlte sich leer und antriebslos. “Nichts, was ich mache, ist von Bedeutung”, murmelte er vor sich hin.

Laura, seine Mitbewohnerin, kam in die Küche und stellte sich neben ihn. “Guten Morgen”, sagte sie lächelnd. Simon erwiderte den Gruß mit einem schwachen Nicken.

Laura bemerkte die gedrückte Stimmung ihres Freundes. “Was ist los, Simon?”, fragte sie besorgt.

Simon erzählte ihr von seinen Zweifeln. “Ich habe das Gefühl, dass alles, was ich tue, sinnlos ist. Mein Job, meine Beziehungen, alles fühlt sich so leer an.”

Laura hörte ihm aufmerksam zu. “Das stimmt nicht, Simon”, sagte sie dann mit fester Stimme. “Du machst einen Unterschied. Du bist ein guter Freund, ein hilfsbereiter Kollege und ein liebenswerter Mensch.”

Simon schüttelte den Kopf. “Es fühlt sich nicht so an. Ich weiß nicht, wofür ich das alles mache.”

Laura legte ihre Hand auf seinen Arm. “Glaub mir, Simon, du bist wichtig. Du hast Menschen, die dich schätzen und die dich brauchen.”

Simon sah sie an, ein wenig Hoffnung in seinen Augen. “Wirklich?”

Laura lächelte. “Wirklich. Du bist einer der wertvollsten Menschen, die ich kenne.”

Sie tranken ihren Kaffee schweigend weiter. Simons Gedanken kreisten immer noch, aber Lauras Worte hatten ihn etwas aufgerichtet.

Später am Tag saß Simon wieder an seinem Schreibtisch im Büro. Er starrte auf die Stapel Papier vor sich und seufzte. Aber diesmal war es ein anderes Seufzen. Es war ein Seufzen der Ermutigung.

Er nahm seinen Stift und fing an zu arbeiten. Er wusste, dass seine Arbeit wichtig war, vielleicht nicht weltbewegend, aber wichtig. Er würde weiterhin sein Bestes geben, für sich selbst und für die Menschen, die ihn schätzten.

Aber die Zweifel waren nicht ganz verschwunden. Würde er jemals wirklich das Gefühl haben, genug zu tun? Würde er jemals den Sinn in allem finden?

Übungen

Beantworte die Fragen:

  • Wie fühlt sich Simon?
  • Warum fühlt er sich so?
  • Was sagt Laura zu ihm?
  • Glaubt Simon Laura?
  • Was macht Simon am Ende der Geschichte?

Finde die Verben im Text und schreibe sie in die richtige Konjugation:

  • Simon (starren) aus dem Fenster und (trinken) seinen Kaffee.
  • Laura (kommen) in die Küche und (stellen) sich neben ihn.
  • Simon (erzählen) ihr von seinen Zweifeln.
  • Laura (hören) ihm aufmerksam zu.
  • Simon (schütteln) den Kopf.
  • Laura (legen) ihre Hand auf seinen Arm.

Vokabel Liste:

  • der Sinn (der) – the meaning
  • die Bedeutung (f) – the importance
  • der Zweifel (der) – the doubt
  • die Ermutigung (f) – the encouragement
  • der Schreibtisch (der) – the desk
  • der Stapel (der) – the pile
  • das Papier (n) – the paper
  • der Mensch (der) – the person

Glaubt Simon am Ende der Geschichte, dass sein Leben sinnvoll ist?



If you have any further questions or need additional examples, feel free to Leave a Reply in the comments section. 🙂

Wenn Sie weitere Fragen haben oder zusätzliche Beispiele benötigen, können Sie uns gerne eine Antwort hinterlassen!


Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Was auch immer ich mache…

Der Dorfhelfer

Eine Deutsch als Fremdsprache Kurzgeschichte

Hans stand auf dem Feld und blickte zufrieden auf die Reihen frisch gepflanzter Gemüse. Der Schweiß tropfte ihm von der Stirn, aber er lächelte. “Was auch immer ich mache, ich mache es für euch und unser Dorf”, murmelte er vor sich hin.

Da hörte er Schritte hinter sich. Er drehte sich um und sah Greta, seine Nachbarin, auf ihn zukommen.

“Guten Tag, Hans”, grüßte sie ihn freundlich. “Du bist ja fleißig heute.”

Hans wischte sich den Schweiß ab und grinste. “Ja, die Erntezeit steht bald vor der Tür, da muss man sich vorbereiten.”

Greta blieb neben ihm stehen und schaute sich auf dem Feld um. “Es sieht wirklich gut aus hier. Du machst wirklich viel für unser Dorf.”

Hans zuckte mit den Schultern. “Das ist doch selbstverständlich. Wir müssen zusammenhalten, damit es uns allen gut geht.”

Greta lächelte. “Das ist sehr edel von dir, Hans. Nicht jeder würde so viel Zeit und Mühe opfern.”

Hans schüttelte den Kopf. “Ich will nur das Beste für uns alle. Wir sind eine Gemeinschaft, und wenn jeder ein bisschen hilft, können wir viel erreichen.”

Greta nickte zustimmend. “Du hast Recht. Wir sind dir sehr dankbar, Hans. Du bist ein echter Held für unser Dorf.”

Hans lachte verlegen. “Ach, so schlimm ist es doch nicht. Ich mache einfach gerne etwas Sinnvolles.”

Sie unterhielten sich noch ein bisschen und genossen die Nachmittagssonne. Plötzlich hörten sie ein lautes Knallen und sahen Rauch aus der Ferne aufsteigen.

“Was war das?”, fragte Greta erschrocken.

Hans runzelte die Stirn. “Ich weiß nicht, aber das sieht nicht gut aus. Komm, wir müssen nachsehen!”

Ohne zu zögern, rannten sie in Richtung des Rauchs.

Wird Hans die Ursache des Brandes finden können?

Übungen

Beantworten Sie die Fragen:

  1. Warum arbeitet Hans so fleißig auf dem Feld?
  2. Was sagt Greta zu Hans?
  3. Warum ist Hans wichtig für das Dorf?
  4. Was hören Hans und Greta plötzlich?
  5. Wohin laufen sie?

Vokabel Liste:

  1. der Nachbar (der) – the neighbor
  2. der Schweiß (der) – sweat
  3. die Ernte (f) – the harvest
  4. die Gemeinschaft (f) – the community
  5. der Held (der) – the hero
  6. der Rauch (der) – the smoke
  7. knallen – to bang


If you have any further questions or need additional examples, feel free to Leave a Reply in the comments section. 🙂

Wenn Sie weitere Fragen haben oder zusätzliche Beispiele benötigen, können Sie uns gerne eine Antwort hinterlassen!


Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.