Nichts, was ich mache, ist von Bedeutung.

Die Sinnkrise

Eine Deutsch als Fremdsprache Kurzgeschichte

Simon starrte aus dem Fenster und trank seinen Kaffee. Er fühlte sich leer und antriebslos. “Nichts, was ich mache, ist von Bedeutung”, murmelte er vor sich hin.

Laura, seine Mitbewohnerin, kam in die Küche und stellte sich neben ihn. “Guten Morgen”, sagte sie lächelnd. Simon erwiderte den Gruß mit einem schwachen Nicken.

Laura bemerkte die gedrückte Stimmung ihres Freundes. “Was ist los, Simon?”, fragte sie besorgt.

Simon erzählte ihr von seinen Zweifeln. “Ich habe das Gefühl, dass alles, was ich tue, sinnlos ist. Mein Job, meine Beziehungen, alles fühlt sich so leer an.”

Laura hörte ihm aufmerksam zu. “Das stimmt nicht, Simon”, sagte sie dann mit fester Stimme. “Du machst einen Unterschied. Du bist ein guter Freund, ein hilfsbereiter Kollege und ein liebenswerter Mensch.”

Simon schüttelte den Kopf. “Es fühlt sich nicht so an. Ich weiß nicht, wofür ich das alles mache.”

Laura legte ihre Hand auf seinen Arm. “Glaub mir, Simon, du bist wichtig. Du hast Menschen, die dich schätzen und die dich brauchen.”

Simon sah sie an, ein wenig Hoffnung in seinen Augen. “Wirklich?”

Laura lächelte. “Wirklich. Du bist einer der wertvollsten Menschen, die ich kenne.”

Sie tranken ihren Kaffee schweigend weiter. Simons Gedanken kreisten immer noch, aber Lauras Worte hatten ihn etwas aufgerichtet.

Später am Tag saß Simon wieder an seinem Schreibtisch im Büro. Er starrte auf die Stapel Papier vor sich und seufzte. Aber diesmal war es ein anderes Seufzen. Es war ein Seufzen der Ermutigung.

Er nahm seinen Stift und fing an zu arbeiten. Er wusste, dass seine Arbeit wichtig war, vielleicht nicht weltbewegend, aber wichtig. Er würde weiterhin sein Bestes geben, für sich selbst und für die Menschen, die ihn schätzten.

Aber die Zweifel waren nicht ganz verschwunden. Würde er jemals wirklich das Gefühl haben, genug zu tun? Würde er jemals den Sinn in allem finden?

Übungen

Beantworte die Fragen:

  • Wie fühlt sich Simon?
  • Warum fühlt er sich so?
  • Was sagt Laura zu ihm?
  • Glaubt Simon Laura?
  • Was macht Simon am Ende der Geschichte?

Finde die Verben im Text und schreibe sie in die richtige Konjugation:

  • Simon (starren) aus dem Fenster und (trinken) seinen Kaffee.
  • Laura (kommen) in die Küche und (stellen) sich neben ihn.
  • Simon (erzählen) ihr von seinen Zweifeln.
  • Laura (hören) ihm aufmerksam zu.
  • Simon (schütteln) den Kopf.
  • Laura (legen) ihre Hand auf seinen Arm.

Vokabel Liste:

  • der Sinn (der) – the meaning
  • die Bedeutung (f) – the importance
  • der Zweifel (der) – the doubt
  • die Ermutigung (f) – the encouragement
  • der Schreibtisch (der) – the desk
  • der Stapel (der) – the pile
  • das Papier (n) – the paper
  • der Mensch (der) – the person

Glaubt Simon am Ende der Geschichte, dass sein Leben sinnvoll ist?



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Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

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