Der Fahrstuhl ins Ungewisse: Part 1

Ich stehe in einem klapprigen Fahrstuhl, eingeklemmt zwischen Fremden. Der Fahrstuhl schwankt und ruckelt, während er in die Tiefe des verlassenen Hochhauses hinabsteigt.

Die Luft ist zum Bersten vollgepumpt mit Angst und Spannung. Wir alle wissen, dass etwas nicht stimmt.

Die Menschen um mich herum beginnen, ihre Geheimnisse auszuplaudern. Sie erzählen von ihren schrecklichsten Ängsten und ihren dunkelsten Wünschen.

Die Frau neben mir beginnt zu weinen. Der Mann gegenüber mir starrt an die Wand und sagt nichts.

Ich fühle mich hilflos. Ich möchte aussteigen, aber die Türen sind verschlossen.

Ich fühle, wie sich die Luft um mich herum verdichtet. Ich spüre etwas Unsichtbares, das an den Wänden des Fahrstuhls entlang kriecht.

Der Fahrstuhl ächzt und stöhnt, als er weiter absinkt. Mein Herz rast vor Angst.

Plötzlich geht das Licht aus. Ich bin völlig erschrocken.

Ich höre, wie die anderen Menschen in dem Fahrstuhl schreien. Ich will auch schreien, aber ich kann nicht.

Dann öffnen sich die Türen. Ich sehe einen Abgrund vor mir. Er ist tief und schwarz und scheint endlos zu sein. Er ist hungrig nach unseren Ängsten und unseren Wünschen.

Soll ich aussteigen?

Nein?

Ich weiß, dass ich aussteigen muss. Ich kann hier nicht bleiben. Ich muss aussteigen.

Ich drücke den Türöffner und trete hinaus. Der Abgrund zieht mich an. Ich fühle mich, als würde ich in einen Strudel hineingezogen werden.

Ich kämpfe dagegen an, aber es ist zu spät. Ich falle in den Abgrund.

Ich falle und falle. Ich weiß nicht, wie lange ich falle.

Plötzlich spüre ich, wie ich auf etwas hartes aufschlage. Ich öffne die Augen und sehe, dass ich in einem dunklen Raum liege.

Ich stehe auf und schaue mich um. Der Raum ist leer.

Ich bin allein.

Ich weiß nicht, wo ich bin oder wie ich hierhergekommen bin.

Ich bin verwirrt und ängstlich.

Ich beginne, durch den Raum zu laufen. Ich suche nach einem Ausgang.

Ich finde eine Tür. Ich öffne sie und trete hinaus.

Ich bin in einer anderen Welt.

Die Welt ist wunderschön. Es gibt Bäume und Blumen und Tiere.

Ich habe das Gefühl, dass ich hierhin gehöre.

Ich weiß, dass ich hier bleiben werde.

Ich habe die Angst überwunden.

Ich habe die Dunkelheit besiegt.

Ich bin frei.

Last Updated on December 29, 2023
by DaF Books

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