Ich mache Ihnen im Gegenzug…

Ein Geschenk des Dankes

Eine Deutsch als Fremdsprache Kurzgeschichte

Frau Müller stand fassungslos vor den Trümmern ihres Hauses. Ein Feuer in der Nacht hatte alles zerstört. Ihr gesamter Besitz, ihre Erinnerungen, ein Leben lang aufgebaut, alles war in Flammen aufgegangen.

Sie war wie gelähmt, starrte ins Leere und konnte nicht begreifen, was passiert war. Nachbarn kamen und versuchten sie zu trösten, boten ihr Unterkunft und Hilfe an.

Unter ihnen war auch Herr Schmidt, ein freundlicher älterer Mann aus der Nachbarschaft. Er kannte Frau Müller zwar nicht gut, aber er war zutiefst betroffen von ihrem Unglück.

“Frau Müller, das ist einfach schrecklich”, sagte er mit trauriger Stimme. “Was kann ich für Sie tun?”

Frau Müller schüttelte den Kopf. “Es gibt nichts zu tun. Alles ist verloren.”

Herr Schmidt wusste, dass materielle Dinge nicht zu ersetzen waren, aber er wollte trotzdem etwas tun, um ihr in dieser schweren Zeit zu helfen.

“Aber ich mache Ihnen im Gegenzug ein Geschenk”, sagte er.

Frau Müller schaute ihn überrascht an. “Das ist nicht nötig, Herr Schmidt. Ich weiß Ihr Mitgefühl zu schätzen.”

Herr Schmidt lächelte. “Bitte, es ist ein Zeichen meiner Wertschätzung. Ich habe eine kleine Ferienwohnung am See, die gerade leer steht. Sie können gerne einziehen, bis Sie wieder auf den Beinen sind.”

Frau Müller war sprachlos. Sie konnte nicht glauben, dass ein ihr fast fremder Mensch ihr so ein großzügiges Angebot machte.

“Nun, dann danke ich Ihnen sehr”, sagte sie gerührt. “Das ist wirklich sehr nett von Ihnen.”

In den folgenden Wochen wohnte Frau Müller in der Ferienwohnung von Herrn Schmidt. Sie hatte Zeit, das Geschehene zu verarbeiten und neue Kraft zu schöpfen. Herr Schmidt kümmerte sich um die Formalitäten mit der Versicherung und half ihr bei den ersten Schritten zum Wiederaufbau ihres Hauses.

Frau Müller war ihm unendlich dankbar für seine Unterstützung. Sie hatte nicht nur ein Dach über dem Kopf bekommen, sondern auch wieder Hoffnung auf die Zukunft.

Eines Tages, als sie mit Herrn Schmidt im Garten der Ferienwohnung saß, sagte sie: “Ich weiß nicht, wie ich Ihnen jemals danken kann für alles, was Sie für mich getan haben.”

Herr Schmidt lächelte. “Machen Sie sich keine Gedanken darüber. Es war mir eine Freude, Ihnen zu helfen. Wichtig ist, dass Sie wieder auf die Beine kommen.”

Frau Müller wusste, dass sie ihm Recht hatte. Aber sie wollte ihm trotzdem etwas zurückgeben, ein Zeichen ihrer Dankbarkeit. Würde ihr das gelingen?



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Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

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