Ein unheimlicher Spaziergang

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n einem malerischen Bergdorf, wo die Zeit langsam verging und die Menschen in Harmonie miteinander lebten, passierte eines Nachts ein seltsames Ereignis. Als der Mond hinter dichten Wolken versteckt war und die Nacht in tiefes Dunkel gehüllt war, entschied der junge Mann Lukas, die Stille zu durchbrechen und einen Spaziergang zu machen.

Lukas, bekannt für seinen abenteuerlichen Geist und seinen unerschütterlichen Mut, packte seinen Rucksack und machte sich auf den Weg durch den dichten Wald. Die Bäume standen still, ihre langen Schatten zeichneten gespenstische Formen auf den Waldboden. Ein Gefühl der Unruhe überkam Lukas, aber er versuchte es zu ignorieren und ging weiter.

Plötzlich hörte er ein leises Rascheln hinter sich. Er drehte sich schnell um, konnte aber nichts sehen. Ein unbehagliches Gefühl breitete sich in ihm aus, aber er versuchte, die Angst zu unterdrücken. Er setzte seinen Spaziergang fort, und das Geräusch wurde lauter. Es klang wie ein Flüstern, aber Lukas war sich sicher, dass es kein lebendes Wesen sein konnte.

Er beschleunigte seinen Schritt, aber das Flüstern folgte ihm wie ein Schatten. Es kam immer näher und wurde bedrohlicher. An einer mächtigen Eiche vorbei, deren Wurzeln tief in den Boden reichten, entdeckte Lukas einen Spiegel auf dem Waldboden. Neugierig beugte er sich hinunter und schaute hinein. Aber anstatt sein eigenes Spiegelbild zu sehen, sah er das Gesicht eines anderen Mannes.

Der Mann im Spiegel hatte die gleichen Augen wie Lukas, aber sie waren leer und voller Angst. Lukas wollte weglaufen, aber seine Glieder waren wie gelähmt. Der Mann im Spiegel trat näher und sprach mit tiefer, rauer Stimme: “Ich bin du.”

Mit einem Schrei wachte Lukas auf und fand sich in seinem Bett wieder. Es war alles nur ein Traum gewesen. Aber als er aus dem Fenster schaute, sah er den Spiegel auf dem Waldboden liegen. Und dort stand der Mann aus seinem Traum, mit den gleichen leeren Augen, die ihn anstarrten.

Lukas wusste in diesem Moment, dass er nicht geträumt hatte und dass etwas Seltsames in den Bergen lauerte. Von da an wagte er es nie wieder, nachts durch den Wald zu gehen, denn die Erinnerung an den Mann im Spiegel und sein unheimliches Flüstern verfolgten ihn noch lange.


Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

Last Updated on June 9, 2024
by DaF Books

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