Spät in die Nacht

Klaus Kandinski ist Tot
Kapitel 2: Die Verdächtigen

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Kommissarin Erika Schmidt stand vor der Gestalt, die aus dem Schatten trat. Es war der Kunsthändler, von dem Franziska gesprochen hatte. „Guten Morgen,“ sagte Erika. „Was machen Sie hier?“

„Guten Morgen, Kommissarin,“ antwortete der Kunsthändler. „Ich habe gehört, was passiert ist, und wollte sehen, ob ich helfen kann.“

„Helfen?“ Erika hob eine Augenbraue. „Sie hatten gestern einen Streit mit Klaus Kandinski. Können Sie mir mehr darüber erzählen?“

Der Kunsthändler seufzte. „Ja, wir hatten einen Streit. Ich wollte ihm ein Geschäft vorschlagen, aber er hat abgelehnt. Er war sehr stur.“

„Was für ein Geschäft?“ fragte Erika.

„Ich wollte, dass er einige seiner Werke exklusiv über meine Galerie verkauft,“ erklärte der Kunsthändler. „Aber er wollte nicht. Er sagte, er würde lieber trinken, als mit mir Geschäfte zu machen.“

„Trinken?“ Erika wiederholte das Wort. „Hat er das wirklich gesagt?“

„Ja,“ bestätigte der Kunsthändler. „Er hat viel getrunken in letzter Zeit. Absinth war sein Lieblingsgetränk.“

Erika machte sich Notizen. „Wo waren Sie gestern Abend nach Ihrem Treffen mit Kandinski?“

„Ich war in meiner Galerie,“ sagte der Kunsthändler. „Ich habe dort bis spät in die Nacht gearbeitet.“

„Kann jemand das bestätigen?“ fragte Erika.

„Ja, meine Assistentin war auch dort,“ antwortete der Kunsthändler. „Sie kann bestätigen, dass ich die ganze Zeit dort war.“

Erika nickte. „Vielen Dank. Wir werden das überprüfen.“

Nachdem der Kunsthändler gegangen war, wandte sich Erika an Franziska. „Frau Faber, kennen Sie noch jemanden, der ein Motiv gehabt haben könnte, Klaus zu schaden?“

Franziska dachte nach. „Nun, es gibt einige Künstler, die eifersüchtig auf seinen Erfolg waren. Und dann gibt es noch seine Ex-Frau. Sie hatten eine sehr schwierige Scheidung.“

„Interessant,“ sagte Erika. „Wir müssen mit ihnen allen sprechen. Können Sie mir die Namen und Adressen geben?“

„Natürlich,“ sagte Franziska und schrieb die Informationen auf.

Erika und ihr Team machten sich auf den Weg, um die Verdächtigen zu befragen. Zuerst besuchten sie einen Künstlerkollegen von Kandinski, der für seine Eifersucht bekannt war. „Guten Morgen,“ sagte Erika, als sie an die Tür klopfte. „Wir sind hier, um über Klaus Kandinski zu sprechen.“

„Guten Morgen,“ sagte der Künstler. „Was wollen Sie wissen?“

„Wo waren Sie gestern Abend?“ fragte Erika direkt.

„Ich war in meinem Atelier und habe gearbeitet,“ antwortete der Künstler. „Ich habe nichts mit Klaus’ Tod zu tun.“

„Haben Sie oft mit ihm getrunken?“ fragte Erika.

„Ja, wir haben manchmal zusammen getrunken,“ sagte der Künstler. „Aber in letzter Zeit haben wir uns nicht mehr so oft gesehen.“

„Warum nicht?“ fragte Erika.

„Er war sehr beschäftigt und hat viel getrunken,“ sagte der Künstler. „Er war nicht mehr derselbe.“

Erika machte sich Notizen und bedankte sich. Als sie das Atelier verließen, wandte sie sich an ihren Kollegen. „Wir müssen auch mit seiner Ex-Frau sprechen. Vielleicht hat sie etwas zu verbergen.“

Sie fuhren zu der Adresse, die Franziska ihnen gegeben hatte. „Guten Morgen,“ sagte Erika, als sie an die Tür klopfte. „Wir sind hier, um mit Ihnen über Klaus Kandinski zu sprechen.“

Die Tür öffnete sich langsam, und eine Frau mit müden Augen stand vor ihnen. „Guten Morgen,“ sagte sie leise. „Was wollen Sie wissen?“

„Wo waren Sie gestern Abend?“ fragte Erika.

„Ich war zu Hause,“ antwortete die Frau. „Ich habe nichts mit Klaus’ Tod zu tun.“

„Haben Sie oft mit ihm getrunken?“ fragte Erika.

„Nein,“ sagte die Frau. „Nach unserer Scheidung haben wir kaum noch gesprochen.“

Erika nickte. „Vielen Dank. Wir werden uns wieder melden.“

Als sie das Haus verließen, klingelte Erikas Handy. „Schmidt hier,“ sagte sie.

„Kommissarin, wir haben etwas Neues gefunden,“ sagte die Stimme am anderen Ende. „Es gibt Hinweise darauf, dass jemand in der Nacht von Klaus’ Tod in sein Atelier eingebrochen ist.“

Erika runzelte die Stirn. „Das ändert alles. Wir müssen herausfinden, wer das war.“

Die Spannung stieg, und Erika wusste, dass sie der Wahrheit näher kam. Aber wer hatte wirklich ein Motiv, Klaus Kandinski zu töten?

Klaus Kandinski ist Tot:


Alle Personen und Ereignisse in diesem Werk sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen, lebenden oder verstorbenen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind rein zufällig.

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Last Updated on October 6, 2024
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