Der tanzende Schatten

Wir waren jung und neugierig, und das führte uns zu den verbotenen Toren des Friedhofs auf dem Hügel. Es war Mitternacht, und die Welt war still und dunkel. Nur mein Herz hämmerte in meiner Brust wie ein Trommelwirbel.

Wir betraten den Friedhof, voller Mut und Übermut. Unsere Schritte hallten laut in der Stille, wie eine Gotteslästerung.

Plötzlich sahen wir sie im Nebel: Skelettartige Gestalten, in zerfetzten Leichentüchern gehüllt. Sie tanzten einen makabren Walzer im Mondlicht, ihre knochigen Finger kratzten an den verwitterten Grabsteinen.

Wir waren wie gelähmt vor Angst. Wir konnten uns nicht bewegen, nur zusehen.

Die Gestalten tanzten immer näher. Ihre leeren Augen starrten uns durch und durch. Wir spürten den kalten Hauch des Todes.

Dann, so plötzlich wie sie erschienen waren, verschwanden sie wieder im Nebel. Zurück blieben nur die Stille und die kalte Angst in unseren Knochen.

Wir rannten davon, so schnell wir konnten. Der kalte Schauer der Angst war noch immer da, trotz der warmen Nachtluft.

Wir hatten gelernt: Manche Türen bleiben besser verschlossen. Manche Grenzen sollte man nicht überschreiten.

Der gespenstische Walzer auf dem Friedhof auf dem Hügel verfolgt mich noch immer. Er ist eine grimmige Erinnerung an das Makabre, an das Reich jenseits des Schleiers.

Noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich daran denke. An die knöchernen Gestalten und ihren makabren Tanz. An die kalte Angst, die uns in den Knochen steckte.

Es ist eine Erinnerung an die Macht der morbiden Neugier. Und an die schrecklichen Folgen, die sie haben kann.

The Ghostly Waltz

We were young and curious, and that led us to the forbidden gates of the cemetery on the hill. It was midnight and the world was silent and dark. Only my heart was pounding in my chest like a drum roll.

We entered the cemetery, full of courage and exuberance. Our footsteps echoed loudly in the silence, like a blasphemy.

Suddenly we saw them in the mist: skeletal figures wrapped in tattered shrouds. They danced a macabre waltz in the moonlight, their bony fingers scratching at the weathered gravestones.

We were paralysed with fear. We couldn’t move, we could only watch.

The figures danced closer and closer. Their empty eyes stared us through and through. We felt the cold breath of death.

Then, as suddenly as they had appeared, they disappeared again into the mist. All that remained was the silence and the cold fear in our bones.

We ran away as fast as we could. The cold shiver of fear was still there, despite the warm night air.

We had learnt that some doors are better left closed. Some boundaries should not be crossed.

The ghostly waltz in the cemetery on the hill still haunts me. It is a grim reminder of the macabre, of the realm beyond the veil.

I still get goosebumps today when I think about it. Of the bony figures and their macabre dance. Of the cold fear that was in our bones.

It’s a reminder of the power of morbid curiosity. And of the terrible consequences it can have.

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