Szene 1:
INT. VERGESSENER SKYSCRAPER – NACHT
Ein zerfallender, verlassener Wolkenkratzer thront vor dem Hintergrund einer mondlosen Nacht. Die Luft ist erfüllt mit Staub und der unheimlichen Stille der Verlassenheit.
Zwei Gestalten, EMMA und DAVID, treten aus den Schatten, ihre Schritte hallen durch die weitläufigen, leeren Hallen. Sie werden von Gerüchten über einen verborgenen Raum angezogen, der tief in seinen Tiefen liegen soll. Sagen zufolge beherbergt dieser Raum eine außerirdische Entität, die sich auf die unausgesprochenen Wünsche derer stürzt, die eintreten.
Emma und David waren einst Liebende, doch ihre Beziehung wurde durch Verrat zerbrochen. Trotz der Schmerzen, die sie voneinander trennt, sind sie durch eine gemeinsame Faszination für das Verbotene und ein Hunger nach mehr als das, was ihr bürgerliches Leben bieten kann, verbunden.
EMMA (Ihre Stimme hallt in der leeren Halle) Ich kann nicht glauben, dass wir wieder hier sind.
DAVID (Seine Stimme rau, voller Vorfreude und Besorgnis) Ich auch nicht. Aber wir sind jetzt hier, und wir müssen diesen Raum finden.
Sie gehen weiter, ihre Taschenlampen durchschneiden die Dunkelheit und zeigen die verfallene Pracht des Wolkenkratzers’ einst imposanter Struktur. Als sie tiefer vordringen, wird die Luft dicker mit einer unheimlichen Energie, einer spürbaren Spannung, die aus den Fundamenten des Gebäudes zu steigen scheint.
EMMA (Ihre Sinne geschärft, ein wachsendes Gefühl der Unruhe empfindend) Dieser Ort fühlt sich… falsch an.
DAVID (Seine Stimme mit einer Spur Angst) Ich weiß. Aber wir müssen weitermachen.
Sie erreichen eine Tür, ihre Oberfläche mit kunstvollen Schnitzereien bedeckt, die mit einem unheimlichen Leuchten zu pulsieren scheinen. David öffnet langsam die Tür, und dahinter offenbart sich eine Treppe, die ins Herz des Wolkenkratzers hinabführt.
EMMA (Ihr Herz in ihrer Brust pochend) Das ist es.
Sie steigen die Treppe hinunter, die oppressive Atmosphäre wird mit jedem Schritt schwerer. Die Luft ist dick mit einem Geruch, der Emma an etwas erinnert, das sie nicht ganz einordnen kann.
DAVID Riechst du das?
EMMA (Ihre Nasenlöcher fächernd) Ja. Es ist… vertraut.
Sie erreichen das untere Ende der Treppe, wo eine massive Tür vor ihnen steht. In die Tür ist ein Symbol gehauen, das Emma aus ihren Träumen erkennt.
EMMA (Ihre Stimme voller Angst und Aufregung) Es ist das Symbol aus meinen Träumen.
DAVID (Seine Augen weit aufgerissen vor Ungläubigkeit) Du hast dieses Symbol schon einmal gesehen?
EMMA (Nickend) Ja. Ich habe es in meinen Träumen jahrelang gesehen.
David greift nach dem Türgriff, seine Hand zittert leicht. Er holt tief Luft und öffnet die Tür langsam.
Ein blendendes Licht flutet den Raum, blendet sie für einen Moment. Als sich ihre Sicht einstellt, finden sie sich in einem prunkvollen Raum wieder, dessen Wände mit Spiegeln ausgekleidet sind, die ihre verzerrten Bilder reflektieren. In der Mitte des Raumes steht eine Gestalt, die in einem ätherischen Licht gebadet ist.
Die Gestalt ist groß und schlank, mit langem, wallendem Haar und Augen, die mit einem außerirdischen Licht leuchten. Sie streckt ihre Hand ihnen entgegen, ihre Berührung einladend und verführerisch.
DAVID (Seine Stimme kaum ein Flüstern) Wer bist du?
Die Gestalt lächelt, ihre Lippen zu einem räuberischen Grinsen verzehren.
FIGURE Ich bin die Hüterin der Wünsche. Ich habe auf euch gewartet.
Emma und David werden von der Gestalt angezogen, ihre unausgesprochenen Wünsche wirbeln um sie herum wie ein Wirbelwind aus Begierde und Sehnsucht.
EMMA (Ihre Stimme heiser vor Verlangen) Was willst du von uns?
FIGURE Ich möchte euch helfen, eure tiefsten Wünsche zu erfüllen. Ich kann euch geben, was ihr immer gewollt habt.
DAVID (Seine Augen voller Lust und Angst) Bist du sicher, dass das das ist, was wir wollen?
Last Updated on December 28, 2023
by DaF Books