Die unsichtbaren Sirenen

Ich folge ihr. Sie führt mich zu einem großen, steinigen Gebäude. Es sieht aus wie ein Tempel. Sie öffnet die Tür. Ich trete ein. Es ist dunkel und kalt. Ich kann kaum sehen. Aber dann sehe ich sie. Sie sind nackt. Sie stehen in einer Reihe und schauen mich an. Ihre Augen sind leuchtend blau.

Ich bin wie gelähmt. Ich kann mich nicht bewegen. Ich kann nur zusehen. Sie kommen näher. Sie berühren mich. Ich schaue sie an. Ihre Stimmen sind weich und warm. Sie sagen mir, dass ich stark bin. Sie sagen mir, dass sie mich lieben.

Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin verwirrt und ängstlich. Ich will weglaufen, aber ich kann nicht. Sie halten mich fest.

Sie ziehen mich aus. Ich bin auch nackt. Ich schäme mich. Sie lachen. Ihre Stimmen sind süß und verführerisch. Sie sagen mir, dass ich schön bin. Sie sagen mir, dass ich sie glücklich machen kann.

Ich weiß, dass ich mich dagegen wehren sollte. Ich weiß, dass es falsch ist. Aber ich kann nicht. Ich bin zu schwach.

Sie legen mich auf eine Matte. Ich bin gefangen. Sie küssen mich. Ich kämpfe gegen sie, aber es ist aussichtslos. Sie sind zu stark.

Sie dringen in mich ein. Ich schreie vor Schmerz. Sie lachen. Sie sagen mir, dass ich leiden soll. Sie nennen mich ihren Sklaven.

Ich bin gedemütigt und gebrochen. Ich will nur sterben.

Aber dann sehe ich sie. Sie ist die erste, die ich gesehen habe. Sie ist nicht wie die anderen. Sie ist schön und warm und freundlich. Sie sieht, dass ich schmerzen erleide, und sie weint.

Sie hilft mir aufzustehen. Sie bringt mich zu einer Tür. Sie öffnet die Tür. Ich trete hinaus. Ich bin frei.

Ich schaue zurück. Sie ist immer noch da. Sie hält meine Hand. Sie sagt mir, dass sie mich liebt.

Ich weiß, dass ich ihr nicht glauben kann. Aber ich will es tun.

Ich folge ihr. Wir gehen durch den Wald. Wir sind fast am Strand, als sie plötzlich stehen bleibt. Sie dreht sich zu mir um und lächelt.

“Wollen wir schwimmen?”, fragt sie.

Ich schaue sie an. Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

“Soll ich dich tragen?”, fragt sie.

Ich nicke. Sie hebt mich hoch. Sie trägt mich ins Wasser. Das Wasser ist kalt, aber es fühlt sich gut an.

Wir schwimmen. Wir spielen. Ich bin glücklich.

Ich schaue zu ihr auf. Sie lächelt mich an.

“Willst du bei mir bleiben?”, fragt sie.

Ich nicke.

Sie küsst mich. Ich küsse sie zurück.

Ich bin verliebt.

Sind wir nur Astronautinnen?

Nein.

Wir sind Sirenen.

Last Updated on January 28, 2024
by DaF Books

Leave a Reply

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.