Die Toten Augen der Kolonie

Die Schwerkraft ist hier doppelt so stark, und die Hitze ist unerträglich. Ich kann kaum stehen. Ich höre sie von irgendwoher kommen, rasselnd und flüsternd. Ich kann sie nicht sehen, aber ich kann fühlen, wie sie sich nähern.

Ich renne durch die engen Gänge der Kolonie, meine Beine schwer, meine Lunge schmerzt, meine Augen brennen. Ich muss mich verstecken, schnell.

Ich finde eine Tür und reiße sie auf. Es ist ein verlassenes Zimmer, mit staubigen Trümmern auf dem Boden und Spinnweben an der Decke. Ich krabble unter einen Tisch und versuche, nicht zu atmen.

Ich höre die Schritte der Kreatur immer näher kommen. Sie ist so schnell, so schnell. Ich kann hören, wie sie an der Tür knabbert.

Plötzlich stoppt die Kreatur. Ich höre ein leises Geräusch, wie ein Stöhnen oder ein Flüstern. Dann öffnet sich die Tür, und die Kreatur kommt herein.

Sie ist groß und muskulös, mit rasiertem Kopf und blutverschmierten Zähnen. Sie hat leere Augen, die in mich hineinbohren.

Ich bin erschrocken, aber ich kann nicht weglaufen. Ich bin gefangen.

Die Kreatur kommt näher, und ich kann ihren Geruch riechen, einen süßlichen Verwesungsgeruch. Sie legt ihre Hand auf meine Schulter, und ich kann fühlen, wie ihr kalter Atem auf meiner Haut liegt.

Sie sagt etwas zu mir, aber ich kann ihre Worte nicht verstehen. Ich kann nur Angst spüren.

Dann legt sie ihren Mund auf meinen und fängt an, mich zu küssen. Ich versuche, mich wegzudrehen, aber ich kann mich nicht bewegen.

Ihr Atem ist eiskalt, und ihre Zähne sind scharf. Ich kann spüren, wie ihr Speichel in meinen Mund fließt.

Ich will weg, aber ich kann nicht. Ich bin gefangen in der Umarmung der Kreatur.

Ist es Zeit, meine wahre Natur zu akzeptieren?

Last Updated on December 28, 2023
by DaF Books

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