Ich schreie vor Schmerz und Angst. Meine Kehle ist heiser, meine Stimme rau und gequält. Doch niemand hört mich. Mein Schrei hallt durch die leere Nacht, verschluckt vom Wind und dem Rauschen der Bäume.
Ich wälze mich im Schmutz, wimmernd und zitternd vor Kälte. Mein Körper ist schmerzhaft zerrissen, meine Haut zerkratzt und blutig. Ich fühle mich hilflos und allein, wie ein verwesendes Tier in der Wildnis.
Doch ich bin nicht allein. Ich höre sie, die Stimmen aus der Dunkelheit. Sie sprechen nicht, sie flüstern nicht, sie tun nichts außer mich zu beobachten. Ihre Stimmen sind kalt und schneidend, wie Messer in meiner Seele.
Ich schaue mich um, doch ich sehe niemanden. Nur die dunklen Bäume, die hohen Mauern des Schlosses und den kalten, starren Mond. Doch ich weiß, dass sie da sind. Ich kann ihre Anwesenheit spüren, wie eine eisige Hand, die mich umschließt.
Die Stimmen werden lauter, ihre Worte klarer. Sie sprechen über mich, über mein Leid, über meinen Schmerz. Sie sagen, dass ich es verdient habe, dass ich sterbe.
Ich will nicht sterben. Ich will nicht in dieser Dunkelheit gefangen sein, nicht in diesem Schmerz. Ich will kämpfen, ich will überleben.
Aber ich bin schwach. Ich bin verletzt und allein. Ich weiß nicht, wie ich aus diesem Albtraum entkommen soll.
Die Stimmen nähern sich. Ich kann ihre kalten Atemzüge spüren. Ich schließe meine Augen und schreie erneut, so laut ich kann.
Hören sie mich? Können sie mich hören?
Oder bin ich für immer verloren in der Dunkelheit?
Last Updated on December 28, 2023
by DaF Books