Die Nacht der Untoten

Erwacht. Ich erwache, geblendet vom grellen Licht der Sonne. Meine Augen huschen über die fremd anmutende Umgebung, die mich umgibt. Das Zimmer ist alt und verfallen, gefüllt mit Staub und Spinnweben. Ich versuche mich zu erinnern, was geschehen ist, doch meine Gedanken sind verworren und unklar. Ich spüre ein starkes Verlangen nach etwas, ich weiß nur nicht, was es ist.

Ich stehe auf und schaue mich um. Das Zimmer ist leer, nur ein Bett steht in der Ecke. Ich gehe zum Bett und lege mich hin. Doch ich kann nicht schlafen. Das Verlangen in mir wird immer stärker. Ich muss etwas tun.

Ich gehe zur Tür und öffne sie. Der Gang ist lang und dunkel. Ich gehe langsam den Gang entlang, meine Hände tasten an den Wänden entlang. Ich höre ein Geräusch hinter mir. Ich drehe mich um und sehe eine Gestalt in der Tür stehen.

Es ist ein Mann. Er ist groß und schlank, mit dunklen Haaren und einem kalten Blick. Er trägt einen schwarzen Anzug. Er lächelt mich an, aber sein Lächeln ist leer und kalt.

“Willkommen in der Hölle,” sagt er.

Ich schaue ihn an. Ich weiß nicht, wer er ist oder was er von mir will. Aber ich weiß, dass er mir Angst macht.

“Wer bist du?” frage ich.

Er lacht. “Ich bin der Tod,” sagt er. “Und ich bin gekommen, um dich zu holen.”

Er streckt seine Hand aus und ich schreie.

Dann werde ich ohnmächtig.

Als ich wieder zu Bewusstsein komme, bin ich nicht mehr in dem dunklen Gang. Ich bin in einem großen, hellen Raum. Der Raum ist gefüllt mit Menschen. Sie sind alle in weißen Hemden und schwarzen Hosen gekleidet. Sie stehen in einer Reihe und starren mich an.

Ich stehe auf und trete vor sie. Ich schaue in ihre Gesichter. Sie sind alle leer und ausdruckslos. Ich weiß nicht, wer sie sind oder was sie von mir wollen. Aber ich weiß, dass ich Angst habe.

Dann höre ich eine Stimme in meinem Kopf. “Du bist tot,” sagt die Stimme. “Du bist in der Hölle.”

Ich schreie. Ich versuche zu fliehen, aber ich kann mich nicht bewegen.

“Du wirst hier für immer sein,” sagt die Stimme. “Du wirst niemals wieder schlafen.”

Ich kann es nicht mehr hören. Ich will es nicht mehr hören. Ich will schlafen.

Ich schließe meine Augen und schlafe ein.

Als ich wieder zu Bewusstsein komme, bin ich nicht mehr in dem großen, hellen Raum. Ich bin wieder in dem dunklen Gang. Der Mann steht wieder in der Tür. Er lacht.

“Willkommen zurück,” sagt er.

Ich schaue ihn an. Ich weiß, dass ich Angst habe. Aber ich weiß auch, dass ich ihm nicht entkommen kann.

“Was willst du von mir?” frage ich.

Er lacht. “Ich will dich,” sagt er. “Ich will dich für immer.”

Er streckt seine Hand aus und ich schreie.

Dann werde ich ohnmächtig.

Ist das das Ende?

Last Updated on January 3, 2024
by DaF Books

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