Ich bin allein. Der letzte Überlebende einer Gruppe von Astronauten, die sich auf einer fernen, unbekannten Welt verirrt haben. Wir waren auf der Suche nach neuen Lebensräumen, nach Orten, an denen die Menschheit gedeihen könnte. Doch stattdessen haben wir Unheil getrieben.
Die Welt, auf der wir gelandet sind, ist ein Albtraum. Eine unwirkliche Landschaft aus bizarren Felsformationen und giftigen Öden. Die einzige Quelle von Leben sind die seltsamen Wesen, die hier hausen.
Sie sind groß und schlängelnd, mit scharfen Zähnen und glühenden Augen. Sie jagen uns durch die Nacht, ihre schrecklichen Geräusche heulen durch die Stille. Wir haben versucht zu fliehen, aber es hat keinen Sinn. Sie sind schneller und stärker als wir.
Einer nach dem anderen wurden sie von den Kreaturen getötet. Ich habe gesehen, wie sie meine Kameraden zerfleischten, ihre Körper in Stücke rissen. Ich habe versucht, zu helfen, aber ich war machtlos.
Und jetzt bin ich allein. Versteckt in einer Höhle, fernab der Jagdgebiete der Kreaturen, harre ich aus. Ich habe kaum noch Hoffnung, jemals wieder einen anderen Menschen zu sehen.
Die Tage vergehen, und ich werde wahnsinnig. Die Stimmen der Toten hallen in meinem Kopf wider, ihre Schreie verfolgen mich. Ich kann nicht mehr essen, nicht mehr schlafen. Ich lebe nur noch von dem Willen zu überleben.
Aber eines Tages höre ich etwas. Ein Geräusch, das ich noch nie zuvor gehört habe. Es ist so leise, dass ich es kaum wahrnehme, aber es ist da.
Ich krabble aus meiner Höhle, mein Herz pocht in meiner Brust. Ich schaue mich um, aber ich sehe nichts. Nur die unwirkliche Landschaft, die mich umgibt.
Das Geräusch kommt näher. Ich kann es jetzt deutlich hören. Es ist ein rhythmisches Klatschen, wie von riesigen Flügeln.
Ich drehe mich um und sehe sie. Die Kreaturen. Sie sind da, in der Ferne, ihre glühenden Augen leuchten in der Dunkelheit. Sie sind viele, zu viele.
Ich versuche zu fliehen, aber es ist zu spät. Sie stürzen sich über mich, ihre scharfen Zähne schneiden in meine Haut. Ich schreie, aber niemand hört mich.
Der Tod ist nah. Ich kann ihn fühlen, wie er sich nähert. Aber bevor er mich erreicht, eine Frage:
Sehe ich sie noch?
Last Updated on March 23, 2024
by DaF Books